Ein neues Dach hat für das Dellwiger Freibad oberste Priorität

dzBauantrag in Arbeit

Das Freibad Dellwig soll ein neues Dach bekommen. Die Zusage für EU-Fördergelder hat die gemeinnützige Betreibergesellschaft zwar, damit fingen arbeitsreiche Wochen aber erst an.

Fröndenberg

, 27.12.2019, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch vor dem Start der Badesaison 2020 will die Freibad Dellwig gGmbH das marode Dach des Freibades angehen: „Das Dach ist von 1973 und so alt wie das Gebäude selbst“, sagt Dirk Weise, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gmbh. Das undichte Dach sorgt immer wieder für Probleme.

„Wir haben eine neue Heizungsanlage, die nun schon zwei Mal ausgefallen ist, weil Wasser eindringt“, sagt Weise. Damit man aktiv werden kann, hat sich der Förderverein des Freibades für das sogenannte Leader-Programm der EU beworben. Für die Leader-Region „Börde trifft Ruhr“ beinhalten die Fördertöpfe Gelder, um die wirtschaftliche Entwicklung in ländlichen Regionen anzukurbeln.

Fördermittel bringen Sanierungspläne auf den Weg

73.450 Euro dürfen in das Dellwiger Freibad für diverse Modernisierungsarbeiten fließen. „Ohne das Programm wäre das nicht möglich. Als gemeinnützige GmbH dürfen wir keine Rücklagen bilden. Die Stadt wollen wir aber mit Blick auf Haushalt und andere Vereine auch nicht um zusätzliche Mittel bitten“, sagt Weise.

Kernstück der Modernisierungsarbeiten soll ein angeschrägtes Dach werden, auf dem eine Photovoltaikanlage ihren Platz findet. Die soll langfristig Kosten sparen: „Die Leute denken immer, dass Wasser die höchsten Kosten in einem Freibad verursacht. Tatsächlich kostet aber der Strom am meisten“, weiß Dirk Weise.

Er hofft, dass man zusammen mit dem Instandhaltungsbudget der Stadt in Höhe von 15.000 Euro und den zugesagten Fördermitteln noch im Jahr 2020 das Dach und damit das Kernstück der Modernisierungsarbeiten angehen kann. „Da läuft die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sehr gut und hat es auch schon Gespräche mit dem Beigeordnete Heinz-Günther Freck gegeben“, sagt Weise.

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Bauantrag für neues Dach muss in Arnsberg abgesegnet werden

Die Kostenvoranschläge seien mittlerweile alle eingeholt, momentan warte man auf die technischen Zeichnungen, um den Bauantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg einreichen zu können. „Nach der Leader-Zusage fing die eigentliche Arbeit eigentlich erst richtig an“, so Weise.

Neben dem Dach will man sich im kommenden Jahr auch dem Kinderbecken widmen: Beheizt ist es schon, nun soll noch ein Sonnensegel folgen. „Außerdem planen wir mit einem neuen Spielgerät, verraten aber noch nicht was. Das wird eine Überraschung“, sagt Weise.

Ein Wunsch wäre zudem die Sanierung der sanitären Anlagen. Hier komme es darauf an, ob es noch ins Budget passt.

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