Ein Klimamanager könnte die Stadt Fröndenberg bald unterstützen

dzKlimaoffensive

Ob Notstand oder Offensive: Viele Kommunen arbeiten jetzt an neuen Klimaschutzmaßnahmen. Politik und Verwaltung in Fröndenberg möchten einen Manager mit der Koordination solcher Schritte beauftragen.

Fröndenberg

, 19.09.2019, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während für Freitag wieder eine weltweite Klimaaktion bevorsteht, haben sich auch Politik und Verwaltung in Fröndenberg dem Schutz des Klimas angenommen. Während vor der Sommerpause noch zur Debatte stand, ob nun von einem Notstand oder einer Offensive gesprochen werden müsse, ist man nun einen Schritt weiter. Diskutiert wird über konkrete Maßnahmen wie die Einstellung eines Klimaschutzmanagers – ganz egal, welche Namen man dem Problem und den Maßnahmen nun gibt.

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Verwaltungsseitig wird die Eindämmung der Klimakrise als Aufgabe

mit hoher Priorität anerkannt; die Verwaltung hat anhand der gestellten Anträge zum Klimaschutz bereits Maßnahmen formuliert und sie hat dafür in der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend fraktionsübergreifend Rückenwind erhalten.

Aufgaben eines Klimaschutzmanagers noch nicht klar

Doch es wurde ebenfalls deutlich, dass die Marschrichtung einzelner Maßnahmen, wie etwa der Einstellung eines Klimaschutzmanagers, noch nicht klar genug ist. In welchem Fachbereich würde die neue Stelle angesiedelt? Was sind die Aufgaben eines Klimaschutzmanagers? Wie findet die Verwaltung entsprechend qualifiziertes Personal? Auf all das konnten die Vertreter der Stadt noch keine verbindlichen Antworten geben.

Fest steht, dass sie Fördermittel für einen Klimaschutzmanager im Blick hat – und sich bei der Beschreibung der Stelle am Förderprogramm orientieren wolle.

Eierlegende Wollmilchsau, die nichts auf die Kette bekommt

Martin Schoppmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen, etwa befürchtet, dass man sich eine „eierlegende Wollmilchsau“ ins Rathaus holen wolle, die dann am Ende „gar nichts auf die Kette bekommt“. Die FDP gab zu bedenken, ob vielleicht auch eine halbe Stelle reiche. Und SPD-Fraktionsvorsitzende Sabina Müller gab der Verwaltung die Hausaufgabe mit auf den Weg, das Profil eines Klimaschutzmanagers weiter zu schärfen, bevor die Politik endgültig darüber entscheidet.

Klimaschutzmanager soll koordinieren und organisieren

Dieser sei, soviel konnte der Erste Beigeordnete der Stadt Heinz-Günter Freck schon sagen, eher für Netzwerkarbeit, das Erstellen eines Konzepts, das Knüpfen und die Pflege von Kontakten zuständig, als dass er in allen Aspekten des Klimaschutzes selbst Experte sein muss.

In der Ratssitzung am 25. September soll die Politik der Verwaltung verbindlich den Auftrag erteilen, dem Klimaschutz die eingeleiteten Maßnahmen mit Nachdruck zu verfolgen.

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