E-Mobilität: Hier können Fröndenberger ihre Autos und Fahrräder laden

dzStrom tanken

Umweltschonende Fortbewegungsmittel sind gefragter den je. Die Stadtwerke haben auf Hof Sümmermann jetzt eine neue Ladestation für Elektroautos eingerichtet.

Fröndenberg

, 18.09.2019, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einer weiteren E-Ladesäule in Frömern bauen die Stadtwerke Fröndenberg ihr kommunales Ladesäulenkonzept aus. Gleichzeitig wurden die vorhandenen Säulen vor dem Rathaus und vor dem Gebäude der Stadtwerke ausgetauscht. Das bedeutet allerdings auch, dass dort keine E-Bikes mehr geladen werden können.

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Alle Säulen sind jetzt technisch auf dem neusten Stand

„Fröndenberg braucht E-Ladesäulen, um auch überregional im Rahmen der Tourismusaktivitäten für seine Besucher attraktiv zu sein,“ erklärt der Stadtwerkevertriebsleiter Michael Freitag. „Daher freue ich mich, dass die Stadtwerke auf unserem Hof direkt an der viel befahrenen Straße zwischen Fröndenberg und Unna aktiv geworden sind“, betont Dr. Karl-Heinrich Sümmermann. Besucher können jetzt während ihres Aufenthaltes an dem beliebten Ausflugsziel ihr Auto für die Weiterfahrt auftanken.

E-Mobilität: Hier können Fröndenberger ihre Autos und Fahrräder laden

E-Auto-Fahrer können nun auf dem Weg von Unna nach Fröndenberg auftanken. © Hendrik Schmidt/zb/dpa

Suche nach einem neuen Standort hat ein Ende

Schon seit längerer Zeit seien die Stadtwerke auf der Suche nach einem neuen Standort für eine Ladesäule gewesen, erklärt Michael Freitag. Das Problem: Im Zentrum, wo Parkplätze heiß begehrt sind, stoßen Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge, die heutzutage noch nicht so stark frequentiert werden, auf wenig Gegenliebe bei Autofahrern, die noch mit Benzinmotor unterwegs sind.

E-Autos für die Verwaltung

In puncto E-Mobilität geht die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voran. Zwei Elektrofahrzeuge sollen als Dienstwagen für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung angeschafft werden. Im vergangenen Jahr hat die Politik grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

Karl-Heinrich Sümmermannn hatte zunächst vor, privat einen Ladeplatz anzubieten. Das sei nicht abwegig, werde etwa von Discounter-Ketten schon häufig praktiziert, erklärt Michael Freitag von den Stadtwerken. Eine sogenannte Wallbox sei schnell angebracht und koste um die 1000 Euro. Wer sie öffentlich zur Verfügung stellt, verschenkt seinen Strom – macht Geschäfte und Ausflugsziele allerdings auch für die Nutzer von E-Mobilität attraktiv.

Das Laden an den neuen Säulen ist nicht mehr kostenlos

Die neue öffentliche E-Tankstelle auf dem Gelände des Hofes wurde nun von den Stadtwerken realisiert und ist für jeden Kunden zugänglich. Pro Ladevorgang werden grundsätzlich 35 Cent berechnet. Jede Stunde kostet weitere 50 Cent. Hinzu kommt ein Kilowattstundenpreis von je 30 Cent. „Durch die Bepreisung der Zeit können wir vermeiden, dass die freien Flächen einfach bloß zum kostenfreien Parken genutzt werden. Das wäre ja nicht im Sinne des Erfinders“, erklärt Stadtwerke-Vertriebsleiter Michael Freitag.

Kosten sollen Dauerparker von der Ladestation fernhalten

Im Unterschied zu den Vorgängersäulen aus 2011 ist das Tanken an den neuen Säulen kostenpflichtig. Die Erfahrung hätte gezeigt, dass die Fröndenberger E-Tankstellen in der Vergangenheit immer von den selben wenigen Pendlern genutzt wurden, die erst gratis aufgetankt und anschließend ihr Auto dort stehengelassen haben.

Ein typisches E-Fahrzeug verbrauche im Schnitt etwa 14 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. In vier Stunden könne ein Fahrzeug etwa 30 Kilowattstunden laden, was Kosten von rund 9 Euro entspricht.

E-Mobilität: Hier können Fröndenberger ihre Autos und Fahrräder laden

In Fröndenberg gibt es drei Ladestationen für E-Autos und eine Lademöglichkeit für E-Bikes. © Hornung

Bezahlt wird jetzt mit Geldkarte

Bezahlt wird ganz einfach mit einer Geldkarte, die über einen NFC-Chip verfügt, der Daten per elektromagnetischer Induktion überträgt. Das Geld wird dann vom Konto abgebucht.

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Eine weitere Ladesäule speziell für E-Bikes gibt‘s am Kettenschmiedemuseum im Himmelmannpark. Sie befindet sich so auch in unmittelbarer Nähe zum Ruhrtalradweg. An dieser Station können bis zu sechs E-Bikes gleichzeitig aufgeladen werden.

Bei den neuen Ladesäulen für Fahrzeuge sei auf eine Lademöglichkeit für Fahrräder verzichtet worden, weil diese in der Vergangenheit kaum genutzt worden sei, so Freitag.

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