Drogenfund sorgt für eine Haftverlängerung

dzAmtsgericht Unna

Die Drogen fielen ihm quasi vor die Nase: Weil ein Insasse des JVKs ein verdächtiges Päckchen an sich nahm, landete er erneut vor Gericht. Seine Haftstrafe wurde verlängert.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 18.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Im Justizvollzugskrankenhaus (JVK) entdeckte ein Insasse ein Päckchen mit Drogen und nahm es an sich. Sein Zufallsfund bescherte ihm nun vor dem Amtsgericht Unna neuen Ärger.

Beim Freigang auf dem Hof lag das zugeschweißte Päckchen mit drei Gramm Heroin, 1,3 Gramm Hasch und einer Tablette förmlich vor den Füßen des 42-Jährigen. Er griff zu – und wurde prompt erwischt. Wegen unerlaubten Verschaffens von Betäubungsmitteln stand er nun vor Gericht. Dort zeigte er sich geständig. Zwar habe er nicht genau gewusst, was sich in dem Päckchen befunden habe, doch sei es ihm klar gewesen, dass es sich um Drogen handelte. Nun wolle er der Sucht aber endgültig entkommen, plane nach den 20 Monaten Haft, die noch vor ihm lägen, eine erneute Therapie.

Diese Bemühungen, das Geständnis und die geringen Mengen sprachen letztlich für ihn. Strafschärfend fielen etliche und zum Teil einschlägige Vorstrafen ins Gewicht. Das Gericht kam um die Verhängung einer weiteren Freiheitsstrafe nicht umhin. Die Folge: Er wird einen Monat länger absitzen müssen. sam

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