Kritik an Tafel-Gründung: Dr.-Jürgen-Gesling-Stiftung geht auf Distanz

dzTafel in Fröndenberg

Während Fröndenberg in Kürze einen eigenen Tafel-Verein erhalten soll, zieht sich die Dr.-Jürgen-Gesling-Stiftung aus ihrem Engagement für die Ausgabestelle zurück. Der neue Verein soll nicht unterstützt werden.

Fröndenberg

, 11.08.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Es ist schon unglaublich, was sich bei der Tafel-Zweigstelle in Fröndenberg abspielt“, sagt Helge Rosenstengel, Vorsitzender der Dr.-Jürgen-Gesling-Stiftung, zu den Plänen, die Tafel in Fröndenberg auf eigene Beine zu stellen. Vom Verein in Unna gab es für die Vereinsgründung inzwischen grünes Licht.

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Bereits als die Stiftung, die die Tafel unterstützt, im April und Mai darauf angesprochen worden sei, die Öffnung der Lebensmittelausgabe in Fröndenberg voranzutreiben, sei er entsetzt gewesen. Mitten in der Corona-Krise hielt Helge Rosenstengel die Öffnung in Fröndenberg für ein zu großes Risiko.

„Wir, die Dr.-Jürgen-Gesling-Stiftung, werden das Vorhaben weder unterstützen noch begleiten. Für politisches Machtgehabe sind wir nicht zu haben“, sagt der Stiftungsvorsitzende über die Pläne für eine eigenständige Tafel in Fröndenberg.

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Helge Rosenstengel holt noch weiter aus: So habe er zu einigen Anlässen in der Vergangenheit das Engagement der Fröndenberger Tafel vermisst. Etwa, als 2019 das Gesetz der Teilhabe fiel, oder auch zu repräsentativen Anlässen.

„Der Gipfel der Unverschämtheit“, so Rosenstengel, sei dann im Juli erreicht gewesen, als die Mitarbeiter der Tafel Fröndenberg den Bus zur Tafel in Unna und zurück nicht begleitet hätten und auch kein Mitarbeiter aus Fröndenberg in Unna geholfen habe.

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