„Wir sind über die Lage bestürzt“: IHK-Chef will Soforthilfe für Kommunen im Kreis Unna

dzRegionalplan

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber redete beim Wirtschaftsgespräch in Fröndenberg Tacheles: Dass der Regionalplan derzeit auf Eis liegt, sei ein Drama für die Unternehmen. Er fordert Soforthilfe.

Fröndenberg

, 08.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Harsche Kritik übte der Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund am Regionalverband Ruhr (RVR) und dessen vorerst gescheitertem Regionalplan beim Wirtschaftsgespräch in Fröndenberg in dieser Woche.

„Unsere Wirtschaft braucht Flächen, um wachsen zu können“, sagte Stefan Schreiber mit Blick auf den derzeit auf Eis liegenden Regionalplan. Der RVR habe den Regionalplan „schlecht aufgesetzt“, so Schreiber im Pressegespräch. Sehr viele Einwendungen gegen den Plan, der die Art der Nutzung freier Flächen im Ruhrgebiet regeln soll, seien auch aus dem Kreis Unna gekommen.

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  • Dringlich ist nach Ansicht der IHK zu Dortmund auch ein zweites Schienengleis in Richtung Münster und Hamburg.
  • Die Sanierung auf dieser Verbindung dauere zu lange, bemängelte Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. Derzeit sei lediglich eine Distanz von 6 Kilometern als Neubau ausgewiesen.
  • Für die Unternehmen in der Region sei die Verbindung eminent wichtig, könne die Fahrtzeit von Dortmund nach Hamburg doch um eine Stunde verkürzt werden.

Ansiedlungswillige Unternehmen würden derzeit daran gehindert, im Kreis Unna zu investieren; für die eingesessenen Firmen bestehe eine Ungewissheit, ob sie am bestehenden Standort erweitern können.

„Wir sind über diese Lage bestürzt“, sagte Stefan Schreiber. Der RVR werde den für die zukünftige Flächenzuordnung im Ruhrgebiet so wichtigen Regionalplan 2020 nicht verabschieden. Die Zeitverzögerung hemme die wirtschaftliche Entwicklung in der IHK-Region und im gesamten Ruhrgebiet.

Schreiber kündigte an, sich für „Soforthilfe für die Kommunen“ einsetzen zu wollen, indem ein „Paket mit den wichtigsten Flächen“ schon vorab geschnürt werde.

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