Mehrfamilienhäuser: Die Stadt Fröndenberg reagiert Am Obsthof auf neue Bedarfe

dzErschließung im Januar

Die Pläne der Stadt, älteren Menschen Wohnraum zu bieten, sollen zukünftig auch für weitere neue Baugebiete gelten - als Reaktion auf einen Mangel.

Ostbüren

, 20.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Rat der Stadt Fröndenberg hat in seiner letzten Sitzung für das Jahr 2018 den Bebauungsplan Nr. 117 der Stadt Fröndenberg für das Baugebiet „Am Obsthof“ im Ortsteil Ostbüren beschlossen.

Mit dem Bebauungsplan werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein neues Baugebiet im Ortsteil geschaffen. Insgesamt bietet das Baugebiet Platz für rund 14 Einzel- und Doppelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser mit je maximal sechs Wohneinheiten.

Raum für ältere Menschen

Mit den zwei Mehrfamilienwohnhäusern möchte die Stadt Wohnmöglichkeiten für Teile der Bevölkerung schaffen, die aus verschiedenen Gründen nicht in Ein- oder Zweifamilienwohnhäusern wohnen wollen beziehungsweise können.

Damit werde unter anderem für ältere Einwohnerinnen und Einwohner im Ortsteil geeigneter Wohnraum gesichert, erklärt Bauamtsleiter Martin Kramme. Die würden sich im Alter nämlich gerne verkleinern. Große Häuser mit großen Gärten könnten Senioren oft nicht mehr halten. Und in den ländlich geprägten Ortsteilen seien größere Häuser mit Mietwohnungen Mangelware.

Heimatpfleger sucht potenzielle Mieter

Aus diesem Grund berücksichtigt die Planung für Am Obsthof zwei solcher Häuser. Ortsheimatpfleger Gerd Höneise, der in Ostbüren verwurzelt ist, habe sich im Dorf umgehört und bereits mehrere Interessenten für diese Form des Wohnens gefunden. Auch im Baugebiet Goosemark II in Dellwig sollen Mehrfamilienhäuser Berücksichtigung finden; die neue Stoßrichtung gelte auch für Baugebiete, die in fernerer Zukunft ausgewiesen werden.

Pläne kommen nicht bei jedem gut an

„Das stößt nicht immer auf Gegenliebe bei den Nachbarn“, so Kramme. Die seien in Sorge um die Veränderung des Klientels und möglicherweise auch der baulichen Struktur ihrer Wohngebiete. Wie die Häuser Am Obsthof aussehen könnten, sei noch Zukunftsmusik. Es gebe aber einen Bebauungsplan, an den sich alle halten müssen.

Erschließung ab Januar

Die Nachfrage für Am Obsthof in Ostbüren sei jedenfalls gut. „Einige Vorverträge sind bereits abgeschlossen“, teilt der Bauamtsleiter mit. Und wenn die Witterung es zulässt, soll mit der Erschließung schon im Januar begonnen werden.

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