„Die Italiener singen, die Spanier klatschen und wir stellen ein Licht ins Fenster“

dzCoronavirus

Das grassierende Coronavirus setzt eine Welle der Solidarität und des Mitgefühls in Bewegung. Frauen aus Fröndenberg knüpfen an eine alte Tradition an und danken Ärzten und Pflegenden.

Fröndenberg

, 17.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aus der Ausgangssperre wegen der Pandemie machen die Italiener ein Gassenkonzert und singen auf ihren Balkonen, die Spanier klatschen für Ärzte und Krankenschwestern und in Fröndenberg werden Lichter angezündet.

Diese schöne Aktion der Solidarität und des Mitgefühls haben sich die Frauen der Kfd St. Marien ausgedacht. An jedem Abend zwischen 19 und 20 Uhr soll auf dem Fenstersims ein Licht stehen und in die Dunkelheit leuchten.

Mit diesem Zeichen will auch die katholische Frauengemeinschaft an alle Berufsgruppen erinnern, die in den Zeiten des Coronavirus arg gefordert sind, und natürlich auch den Infizierten gute Genesung wünschen.

„Wir wohnen doch alle so weit auseinander, in einer Straße zusammen singen wie in Italien können wir nicht“, sagt Karin Schmidt vom Kfd-Leitungsteam. Die Tradition der Kerze im Fenster hatte es zuletzt nach der Schließung des letzten Bergwerks gegeben in Gedenken an die Bergleute, die über Jahrzehnte für Kohle und damit für Strom und Wärme gesorgt hatten.

Ältere Frauen erinnerten sich auch an die Lichter, die für die Kriegsgefangenen und Heimkehrer nach dem Zweiten Weltkrieg in den Fenstern leuchteten. Karin Schmidt: „Es kann sich jeder beteiligen!“

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