Die Fröndenbergerin Christina Imker vertritt die Interessen der Jugend in der Politik

dzStadtentwicklung und Umwelt

Fürs Ehrenamt müsse man der Typ sein, sagt die 21-jährige Studentin. Und Christina Imker ist es definitiv. Bald bekleidet sie auch ein politisches Ehrenamt, spricht im Umweltausschuss für ihre Generation.

Fröndenberg

, 03.03.2020, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwar keine Stimme bei Abstimmungen, aber eine Stimme, die zukünftig gehört wird und beeinflussen kann: Die 21-jährige Fröndenbergerin Christina Imker möchte die politischen, vor allem die umweltpolitischen Entwicklungen der Stadt, mitgestalten. Politik und auch das Reden liegen der Studentin der Medien- und Sozialwissenschaften, die gerade ein Praktikum beim Radio absolviert. Und damit ist sie genau die richtige Kandidatin für ein neues Amt als beratendes Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

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Als im vergangenen Jahr immer mehr Jugendliche auf die Straße gingen, um für die Zukunft des Planeten, sprich ihre Zukunft zu demonstrieren, brachte das auch die Politik in der Ruhrstadt ins Grübeln. So ist der Klimanotstand ausgerufen worden. Kurt Potthoff (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, kam auf die Idee, das Gremium um ein neues beratendes Mitglied zu erweitern. Der Jugend wird nun auch in lokalen umweltpolitischen Fragen Gehör verschafft.

Innerhalb des Jugendnetzwerks wurde nach interessierten Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Fündig geworden ist das Netzwerk in Christina Imker, die auch ehrenamtlich im Treffpunkt Windmühle arbeitet. Ihre Stellvertreterin soll Lisa Pulter werden, die sich sonst im Area 66 in Ardey engagiert.

Christina Imker ist sozusagen Hobby-Imker

Christina Imker setzt sich nicht erst seit gestern mit Umweltthemen auseinander. Zum Beispiel damit, wo ihre Lebensmittel herkommen. Passend zum Namen kümmert sich ihre Familie um Bienen, hält auch Hühner. Nachhaltige Ernährung habe sie so gleich doppelt Verantwortungsbewusstsein gelehrt. Die 21-Jährige übernimmt Verantwortung für die Umwelt – aber auch für die Tiere, mit denen sie aufgewachsen ist.

Und das wiederum mache aus ihr vielleicht den Ehrenamtstyp, sagt sie. Aus der Sicht von Christina Imker ist das Ehrenamt etwas, für das man „der Typ sein“ muss. Sich um etwas oder um jemanden kümmern – das müsse man wollen. Und das könne nicht von jedem vorausgesetzt werden. Vor allem nicht von Kindern und Jugendlichen.

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Deshalb ist es umso erstaunlicher, wie viele Kinder und Jugendliche im vergangenen Jahr politisches Bewusstsein und Umweltbewusstsein entwickelt haben. Und dass das gefördert wird, auch in der Lokalpolitik, findet die Junge Fröndenbergerin klasse. Vor allem mit Blick auf das Durchschnittsalter der Fraktionen.

„Jede Partei hat Licht- und Schattenseiten.“
Christina Imker

Ganz bewusst ist die 21-Jährige kein Parteimitglied: „Jede Partei hat Licht- und Schattenseiten“, wüsste Imker einfach nicht, für welches Parteibuch sie sich entscheiden sollte. Dass sie nun auf anderem Wege politisch gehört werden kann, sei eine tolle Chance.

„Vor den Klimaveränderungen kann man die Augen einfach nicht verschließen“, sagt sie. Wie viel ihrer Meinung bei den Debatten im Ausschuss am Ende tatsächlich zähle, was sie bewirken könne, sei selbstverständlich eine andere Frage und noch nicht abzusehen.

Ehrenamt macht Spaß

Unterm Strich mache es einfach Spaß, ein Ehrenamt auszuüben, ob im Treffpunkt Windmühle oder vielleicht zukünftig in der Lokalpolitik. Die Arbeit sei entlohnend.

Noch sind Christina Imker und Lisa Pulter noch nicht offiziell bestellt. Die Politik wird in der Ratssitzung am 4. März eine Entscheidung fällen.

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