So sieht es im neuen Kindergarten direkt neben dem Schmallenbach-Haus aus

dzKindergarten St. Marien

Die Kita-Kinder des Kindergartens St. Marien haben ihr neues Domizil auf dem Hirschberg bezogen. Leiterin Margit Schlürmann ist stolz auf ihr Team, das den Umzug während der Corona-Krise gemeistert hat.

Fröndenberg

, 15.08.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als im Februar 2019 das Gelände direkt zwischen den zwei Häusern des Schmallenbach-Hauses für den Bau eines Kindergartens vorbereitet wurde, konnte sich noch keiner so richtig vorstellen, wie der neue Kindergarten St. Marien einmal aussehen wird.

Zunächst musste der Verbindungsgang zwischen den Häusern abgerissen, anschließend der Kindergarten gebaut werden. Nachdem im September des vergangenen Jahres Richtfest gefeiert wurde, durften nun endlich alle Kinder in den Neubau auf den Hirschberg umziehen.

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Leiterin Margit Schlürmann zeigt die Räume des Kindergartens St. Marien. Sie ist stolz auf ihr Team, das den Umzug trotz Corona-Krise gemeistert hat.

Leiterin Margit Schlürmann zeigt die Räume des Kindergartens St. Marien. Sie ist stolz auf ihr Team, das den Umzug trotz Corona-Krise gemeistert hat. © Hornung

„Eigentlich hätten wir das neue Kindergartengebäude schon im Mai beziehen können“, sagt die Leiterin Margit Schlürmann. Übergangsweise hatte der Kindergarten St. Marien zwei Standorte, nachdem klar war, dass das alte Gebäude nicht mehr genutzt werden kann. Mehrere Grundstücke standen für den Neubau zur Debatte.

Als wesentlicher Bestandteil eines Mehrgenerationenkonzepts setzte sich der Standort auf dem Hirschberg durch. Dann kam das Coronavirus. Aufgrund der allgemeinen Einschränkungen und der Nähe zum Schmallenbach-Haus verzögerte sich der Start in der neuen Einrichtung um einige Wochen.

Der Kindergarten St. Marien befindet sich direkt neben dem Schmallenbach-Haus, in dem es zuletzt zahlreiche Corona-Fälle gegeben hat.

Der Kindergarten St. Marien befindet sich direkt neben dem Schmallenbach-Haus, in dem es zuletzt zahlreiche Corona-Fälle gegeben hat. © Hornung

Vier Wochen vor den Sommerferien zogen die ersten Kinder auf den Hirschberg. Seit Montag sind die letzten zwei Gruppen aus der Stadtmitte hinzugekommen.

150 Umzugskisten mussten mit

Trotz aller Widrigkeiten durch das Coronavirus habe das Team, das auch zum Anpacken an Wochenenden und in den Abendstunden bereit war, den Umzug in zwei großen Etappen super gemeistert, sagt Margit Schlürmann stolz. Jetzt zeugen nur noch ein paar der ursprünglich 150 Umzugskisten in den Räumen der Kindertageseinrichtung davon, dass das neue Domizil erst frisch bezogen ist.

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Zum Start wurden die Schützlinge ein wenig umverteilt. Nun werden die insgesamt 75 Kinder in zwei Gruppen für Zwei- bis Sechsjährige, einer Gruppe für Drei- bis Sechsjährige, sowie einer ganz kleinen Gruppe für Null- bis Dreijährige betreut.

Einkaufsladen, Küche, Feuerwehrzentrale: Ein Raum im neuen Kindergarten St. Marien lädt die Kleinen ein, in fremde Rollen zu schlüpfen.

Einkaufsladen, Küche, Feuerwehrzentrale: Ein Raum im neuen Kindergarten St. Marien lädt die Kleinen ein, in fremde Rollen zu schlüpfen. © Hornung

Während Leiterin Margit Schlürmann durch die Räume führt, erzählt sie, dass das Team des Kindergartens bereits vor elf Jahren sein Konzept überdenken, auf veränderte Bedarfe eingehen wollte. Mit dem neuen Standort ist dieser Schritt nun endgültig geschafft.

Wer das Gebäude betritt, gelangt zunächst in einen breiten Flur mit vielen Türen. Waschraum, Toiletten, Gruppenraum. Alles ist mit Piktogrammen beschriftet. So wissen sowohl die Kinder, als auch Erzieher und Gäste, was sich hinter der jeweiligen Tür verbirgt.

Großer Außenbereich zum Bauen und Matschen

Im großzügigen Außenbereich, der von der Terrasse und vielen Balkonen des Schmallenbach-Hauses einsehbar ist, können die Kinder an einem Klettergerüst, in der „Sandmatschecke“ oder auf einer Bewegungsbaustelle spielen.

Im Bastelraum, dem kleinen "Atelier" des Kindergartens, können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Im Bastelraum, dem kleinen "Atelier" des Kindergartens, können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. © Hornung

In einem Raum des Kindergartens schärfen die Kinder ihre Sinne.

In einem Raum des Kindergartens schärfen die Kinder ihre Sinne. © Hornung

Zum Toben bietet sich auch der Turnraum im Kindergarten an, in dem es einen Mittelbalken gibt, an dem Schaukeln oder eine Hängematte aufgehängt werden können.

Sinneswahrnehmung und Rollenspiel

Die Gruppenräume sind jeweils mit Neben- und Schlafräumen ausgestattet – und behandeln Themenschwerpunkte wie etwa die Sinneswahrnehmung das Rollenspiel oder „Bauen und Konstruieren“. So werden Kreativität, Fantasie, aber auch Körpergefühl und Koordination der Kinder jeweils spielerisch trainiert.

Sobald das Coronavirus mehr Durchmischung zulässt, ist es erwünscht aber kein Muss, dass sich die Kinder im gesamten Kindergarten frei bewegen und auch altersgruppenübergreifend spielen.

Der Kindergarten St. Marien befindet sich direkt neben dem Schmallenbach-Haus, in dem es zuletzt zahlreiche Corona-Fälle gegeben hat.

Der Kindergarten St. Marien befindet sich direkt neben dem Schmallenbach-Haus, in dem es zuletzt zahlreiche Corona-Fälle gegeben hat. © Hornung

Zusätzlich gibt es einen Raum zum Forschen und Experimentieren, sowie einen Raum zum Malen und Basteln. In einer großen Küche können die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen Kleinigkeiten kochen oder etwas über Lebensmittel lernen. Das tägliche Essen wird aber von einem Caterer gebracht.

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Weil es sich um einen integrativen Kindergarten handelt, ist das Gebäude zu großen Teilen barrierefrei. Das wird auch wichtig, wenn Senioren aus dem Schmallenbach-Haus den Kindergarten besuchen. Langfristig ist eine enge Zusammenarbeit geplant, bei der beide Einrichtungen voneinander profitieren. Doch zunächst müssen alle Beteiligten die Corona-Pandemie überstehen.

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