Der hupende Zug und der Bürgermeister

dzGlosse

Die Zuständigkeiten des Bürgermeisters sind in der Gemeindeordnung klar und abschließend geregelt. Maßnahmen gegen hupende Züge gehören nicht hierzu. Eigentlich.

Fröndenberg

, 07.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Unlängst wurden zwei Damen aus Ardey bei einer Ratsfrau vorstellig: Ihr Anliegen drehe sich um durchaus vermeidbaren Lärm. Die Sache ist nämlich die: Vor der Durchfahrt am unbeschrankten Bahnübergang am Hilkenhohl macht die durchrauschende Regionalbahn hupender Weise auf sich aufmerksam. Die Huperei sei nicht nur für zart besaitete Ohren unerträglich, ließen die beiden Ardeyerinnen wissen und fragten an, ob man gegen das Horn der Bahn nicht etwas unternehmen könne. Die Ratsfrau hörte es wohl, konnte aber selbst nicht abhelfen. So schaffte es der Vorgang in die nächst höhere Instanz. Konfrontiert mit der Thematik, die zwischen Bundesimmissionsschutzgesetz und Eisenbahnkreuzungsgesetz angesiedelt ist, hob der Bürgermeister die Hände. Sein Kompetenz- und Verantwortungsbereich sei hier tatsächlich einmal überschritten. Bei hupenden Zügen müsse er als Bürgermeister die Segel streichen. Den Hinweis eines ebenfalls im Ratssaal anwesenden Ardeyers hörte der Bürgermeister nicht mehr: Ein beschrankter Bahnübergang sei doch vielleicht die Lösung. Das Hupen wäre obsolet. Einmal weitergesponnen: Vielleicht hülfe ja auch ein Tunnel? Dann wäre aller Erfahrung nach der Bürgermeister wieder an Bord.

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