Astrid Plötner nutzt Lesungen – hier in der Buchhandlung Hornung in Unna – auch, um auf die Gefahr hinzuweisen, auf den „Enkeltrick“ hereinzufallen. © Dirk Becker
Literatur

Der „Enkeltrick“ als Unterhaltung: Astrid Plötners Unna-Krimi ist hochaktuell

Fröndenberg und Holzwickede wurden zum Revier von Enkeltrick-Betrügern. Dem ernsten Thema kann man sich aber auch unterhaltsam nähern. Das beweist Astrid Plötner mit ihrem Unna-Krimi.

Als Astrid Plötner im August 2018 erstmals ihren Unna-Krimi „Enkeltrick“ in den Händen hielt, da ahnte sie wohl noch nicht, wie aktuell das Thema bleiben würde. Die jüngsten Fälle in Fröndenberg und Holzwickede haben gezeigt: Die Gefahr, auf diese Betrugsmache hereinzufallen, besteht weiter.

Der Kriminalroman von Astrid Plötner soll natürlich vor allem unterhalten. Er bietet aber auch die Möglichkeit, sich dem Thema einmal von einer anderen Seite zu nähern. Und leider zeigt die Realität, dass der Betrugshintergrund alles andere als fiktiv ist.

Die Unnaer Autorin nutzt Lesungen mit dem Buch auch, um Menschen vor der Betrugsmasche zu warnen – zuletzt noch im Oktober bei zwei Veranstaltungen in Dortmund. Es gab in der Vergangenheit auch schon Kooperationen mit der Polizei.

Das Buch

„Enkeltrick“ von Astrid Plötner

Der Kriminalroman „Enkeltrick“ von Astrid Plötner ist am 8. August im Gmeiner-Verlag erschienen. Er hat 474 Seiten und ist für 14 Euro im Buchhandel erhältlich. Zu bestellen ist es mit der ISBN 978-3-8392-2330-7.

„Diese Betrüger aktualisieren ihre Masche ja immer wieder“, weiß Astrid Plötner. „Die nutzen sogar schon das Coronavirus, um Menschen zu Zahlungen zu bewegen.“ Allzu oft haben Betrüger damit tatsächlich Erfolg. Enkel oder andere Angehörige, die vermeintlich in Notsituationen stecken, lassen ältere Menschen unvorsichtig werden.

„Es ist unglaublich, dass so immer noch fünfstellige Summen herausgegeben werden“, findet Astrid Plötner. Fest aber steht: Ihr Buch könnte ein Dauerbrenner bleiben.

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Redaktion Unna
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