Wahlräume im Seniorenheim: Das sagt die Stadt Fröndenberg zum Wunsch der Politik

dzKommunalwahl 2020

Alte Menschen, die nicht mehr mobil sind, haben oft nur die Möglichkeit der Briefwahl. In Fröndenberg gibt es bereits Lösungen, um einigen das Wählen zu erleichtern.

Fröndenberg

, 06.12.2019, 12:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während der Wahlkampf für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr Fahrt aufnimmt, haben sich die Politiker im Sozialausschuss nun Gedanken gemacht, wie Senioren vermehrt an die Wahlurne gebracht werden können. Denn rund 6900 von 18.000 Wahlberechtigten Fröndenbergern sind über 60 Jahre alt.

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Der Vorschlag: Ein Wahllokal zum Beispiel im Schmallenbach-Haus auf den Hirschberg oder aber im Haus Hubertia mitten im Zentrum einzurichten. Ole Strathoff, Fachbereichsleiter bei der Stadt Fröndenberg, erklärt nun, dass das Thema längst im Rathaus angekommen sei.

In Fröndenberg gibt es 17 Wahlbezirke mit 23 Wahlräumen

In der Stadt gibt es 17 Wahlbezirke mit 23 Wahlräumen. „Wir achten darauf, dass die Wahlräume in der Mitte der Bezirke liegen“, erklärt Strathoff. Außerdem sollten sie ebenerdig liegen und so gut erreichbar sein.

Die Wähler des Bezirks, in dem das Schmallenbach-Haus liegt, wählen zur Zeit im DRK-Heim an der Feuerwehr. Da das Gebäude im Zuge des Neubaus der Feuerwehr wegfalle, könnte es durchaus sein, dass Lokalitäten wie das Schmallenbach-Haus zur Alternative werden.

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In der Tat hätte es vonseiten des Schmallenbach-Hauses bereits eine Anfrage gegeben, ob nicht ein Wahlraum auf dem Hirschberg eingerichtet werden könne. Doch die Stadt sei auch darum bemüht, die bekannten Bezirke und Räume für die Bürgerinnen und Bürger nicht zu oft zu verändern. Deswegen würde die Verwaltung für die bevorstehende Kommunalwahl von einer Veränderung absehen und erst dann umdenken, wenn das DRK-Heim nicht mehr genutzt werden kann.

Schmallenbach-Haus liegt auf dem Berg recht abgelegen

Dann müsse allerdings auch geprüft werden, ob das Schmallenbach-Haus ein geeigneter Standort ist. Denn es ist für ältere Menschen aus der Stadt wiederum nicht so gut zu erreichen.

Das bedeute nun aber nicht, dass den Senioren auf dem Hirschberg nicht bereits die Möglichkeit verschafft worden wäre, bequem zu wählen, erklärt Strathoff. Zur Europawahl im Mai und auch zur letzten Bundestagswahl wurde für das Seniorenheim eine „Briefwahl vor Ort“ eingerichtet. Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren vor Ort. Die Bewohner konnten ihre Wahlunterlagen in eine Urne einwerfen, die dann mit ins Rathaus genommen wurde.

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So konnte den Senioren zumindest das Gefühl vermittelt werden, tatsächlich zur Wahl zu gehen. Das kann die Stadt auch für die bevorstehenden Wahlen im kommenden Jahr wieder anbieten, kündigt Strathoff an. Auch für das Haus Hubertia. Sofern Interesse vonseiten der Einrichtungen besteht.

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