Gerade einmal halb so viele Chöre und Musikgruppen wie noch vor zwei Jahren: Das Sommersonntagskonzert kommt diesmal mit schmaler Besetzung daher. Doch auf einen Teilnehmer ist wie immer Verlass.

von Jennifer Freyth

Fröndenberg

, 20.08.2019, 15:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit fast drei Jahrzehnten geht das Sommersonntagskonzert in Fröndenberg über die Bühne. Die 27. Auflage steht für den 1. September im Veranstaltungskalender. Zehn Chöre geben sich dann ab 14 Uhr auf der Bühne auf dem Fröndenberger Markt das Mikro in die Hand. Das sind gerade einmal halb so viele wie beispielsweise jüngst bei der Jubiläumsausgabe vor zwei Jahren.

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SoSo-Konzert muss sich dem Kirmeskalender beugen

Die verhältnismäßig geringe Teilnehmerzahl ist aber nicht allein geschmälertem Interesse geschuldet – sondern wohl schlicht dem Termin. Denn das SoSo-Konzert, wie die Fröndenberger ihre Musikveranstaltung unter freiem Himmel auch liebevoll nennen, findet in diesem Jahr recht früh statt.

Darum hat das Fröndenberger Sommersonntagskonzert inzwischen so wenige Teilnehmer

Wenn in Fröndenberg die Chöre auf der Bühne stehen, ist der Marktplatz voll. © Archiv

Und das aus gleich mehreren Gründen: So enden dieses Jahr zum einen die Sommerferien recht spät. Weil sich zudem der Kirmeskalender wegen des Schaltjahres verschoben hat, findet gleichzeitig auch die Fliegenkirmes eine Woche früher statt als sonst. Und weil die Stadt auch den Schützenfesten keine Konkurrenz machen will, bleibt nur der Termin gleich am ersten Wochenende nach den langen Sommerferien.

Sommersonntagskonzert

Diese Chöre und Musikgruppen machen mit

Das Sommersonntags-Konzert auf dem Fröndenberger Marktplatz beginnt am Sonntag, 1. September, um 14 Uhr. Das Ende des Konzerts unter freiem Himmel ist offen, es soll in aller Ruhe ausklingen – und zwar mit der Tombola des Werberings – wahrscheinlich gegen 18 Uhr. Diese Chöre und Gruppen werden im Laufe des Nachmittags zu hören sein: Evangelischer Posaunenchor Frömern, Gemeindechor der Neuapostolischen Kirche Fröndenberg, MGV Frömern, MGV Heiderose, MGV Harmonie Ostbüren, Frauenchor Dellwig, Angels crossing, MGV Sangeslust, MGV Sängerbund und Shantychor.

Der aber macht neben einigen Chören, die in den Ferien pausieren, der Musikschule und der Bigband der Gesamtschule Schwierigkeiten. Denn vor allem für Letztere bringt das neue Schuljahr auch stets einen Generationswechsel mit sich. Ein quasi unvorbereiteter Auftritt ist da eigentlich unmöglich.

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Nur halb so viele Teilnehmer wie in Hoch-Zeiten, das bedeutet aber nicht gleich weniger Unterhaltung. Denn den zehn Chören bleibt so mehr Zeit auf der Bühne. Wer vor allem wegen seines Lieblingschores zum Sommersonntagskonzert kommt, für den dürfte das damit sogar eine gute Nachricht sein.

Auf einen Teilnehmer ist seit Jahren Verlass

Ein fehlender Chor hier, eine Gruppe weniger dort – auf einen Teilnehmer ist aber auch in diesem Jahr wieder Verlass: Hans Kuhn. Der Fröndenberger Chef-Moderator hat schon weitmehr als die Hälfte aller SoSo-Konzerte moderiert. „Ich bin, glaube ich, im zehnten Jahr eingestiegen“, erinnert er sich. Und so sind seine launigen Ankündigungen der Auftretenden ebenso wenig wegzudenken vom SoSo-Konzert wie Kaffee und Kuchen.

„Es macht mir Spaß, die Fröndenberger Kulturszene zu unterstützen.“
Hans Kuhn, Fröndenbergs Chef-Moderator

Dass dahinter eine ganze Menge Arbeit steckt, ist dem Routinier am Mikro in keiner Sekunde anzumerken. Im Gegenteil. Ganz spontan wirken die wie beiläufig fallen gelassenen Bemerkungen, wie aus dem Ärmel geschüttelt die Hintergrundinfos über die einzelnen Gruppen. Dabei verbringt der Unnaer so manches Stündchen am Computer und Telefon, um sich die Hintergrundinfos über den neuen Vorsitzenden, den runden Geburtstag oder die gestiegenen Mitgliederzahlen zusammenzusammeln.

Darum hat das Fröndenberger Sommersonntagskonzert inzwischen so wenige Teilnehmer

Hans Kuhn hat nach eigenen Angaben schon alles moderiert, was in 40 Jahren in Fröndenberg stattgefunden hat. © friehs

Ehrenamtliche Arbeit, die Kuhn gern übernimmt. „Es macht mir Spaß, die Fröndenberger Kulturszene zu unterstützen“, sagt er. Und obendrein weiß er ganz genau: „Wenn ich jemanden beim Namen nenne, freut der sich riesig darüber“, schmunzelt der Moderator, der nach eigenen Angaben schon nahezu alles moderiert hat, was in 40 Jahren in der Ruhrstadt über die Bühne gegangen ist.

Neuer Organisator sorgt für etwas frischen Wind

So routiniert Hans Kuhn das SoSo-Konzert also auch in diesem Jahr wieder angehen dürfte, so viel Neuland betritt Michael Tillmann damit. Er ist der neue Kulturbeauftragte der Stadt und Nachfolger von Mechthild Wittmann.

Das 27. SoSo-Konzert ist für ihn als Veranstalter das erste. Und das begeht er gleich mit einer Neuerung: So steht die große Bühne diesmal nicht vor dem Café Melange, sondern vor der Bücherei Kern mit Blick Zum Markgrafen. „So gehen wir mehr in die Breite, statt in die Tiefe. Die Besucher sind näher dran und der Baum stört nicht so“, begründet Tillmann den neuen Standort. Alles andere aber belässt der Neue beim Alten – von der Verpflegung bis zur Tombola.

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