Darum ersetzt die Telekom Freileitungen nicht durch Erdkabel

dzTelefonnetz

Freileitungen gibt es vor allem im ländlichen Raum noch – und es wird sie auch weiter geben. Was dem Laien steinzeitlich erscheint, ist laut Telekom überhaupt nicht zu beanstanden.

Fröndenberg

, 22.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Situation an der Landstraße zwischen Bausenhagen und Siddinghausen fiel auf: An der östlichen Fahrbahnseite über Tage eine so tief hängende Freileitung, dass man sie problemlos hätte anfassen können – und gegenüber eine Hebebühne.

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Die Annahme, dass die Deutsche Telekom hier möglicherweise an ihrem Netz arbeitet, womöglich sogar die Freileitung durch ein Erdkabel ersetzt, verneinte ein Sprecher des Unternehmens – und kündigte wie berichtet eine Kontrolle und Instandsetzung des durchhängenden Kabels an.

Überhaupt: Was dem Laien sinnbildlich steinzeitlich erscheint, ist aus Sicht der Telekom nach wie vor zeitgemäß. Aus Sicht des Unternehmens gibt es jedenfalls „keine technischen Gründe dafür“, Freileitungen durch Erdkabel zu ersetzen. „Der Kunde merkt überhaupt keinen Unterschied.“ Auch eine Benachteiligung des ländlichen Raums ist demnach abwegig. In Deutschland gebe es ohnehin wenig Freileitungen, in anderen Ländern werde „selbst in hoch entwickelten Stadtstaaten“ viel mehr oberirdisch gebaut – „weil das viel schneller und viel billiger ist.“ Wirtschaftliche Gründe führt der Sprecher freilich auch für die Telekom an. Demnach kostet ein Kilometer Erdkabel 70.000 Euro – Tendenz steigend.

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