CDU mahnt Lösungen für Bücherei an

dzKern hört 2019 auf

Ende des Jahres will Stadtbücherei-Betreiberin Brigitte Kern ihren Vertrag mit der Stadt kündigen. Die CDU drängt zur Eile, fordert Standortwerbung und Konzeptentwicklung.

Fröndenberg

, 28.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Wenn Brigitte Kern tatsächlich kündigt, wäre Ende 2019 Schluss mit der Bücherei am Markt. Ursprünglich wollte die 62-Jährige schon 2018 in den Ruhestand gehen, ließ sich aber letztendlich noch einmal auf eine Vertragsverlängerung ein. Am Dienstag bestätigte Kern, dass sie den Vertrag fristgerecht kündigen will und somit nur noch eineinhalb Jahre zur Verfügung stehe.

Es ist also seit Langem bekannt, dass für die Stadtbücherei am Markt die Tage gezählt sind. Eine Lösung des nahenden Problems ist aber immer noch nicht in Sicht.

Kein Wunder, dass nun die CDU auf Lösungen drängt. Sie beantragt, die Wirtschaftsförderung möge den Standort Fröndenberg regional und überregional als Buchhandel mit angeschlossener städtischer Bücherei öffentlich bewerben und anbieten. Laut Schulausschussvorsitzender Ruth Schneider könne neben den Industrie- und Handelskammern gezielt auch die Agentur für Arbeit einbezogen werden, um Buchhändler zu akquirieren, die den Schritt in die Selbstständigkeit antreten möchten. Zugute käme einem solchen Buchhändler, dass die angebundene Stadtbücherei von der Stadt subventioniert wird. Für Personal und Neuanschaffungen sind es rund 70 000 Euro Zuschuss im Jahr, die Kern bisher von der Stadt erhält.

„Wir möchten dringend eine Lösung zur Aufrechterhaltung unserer Bücherei anmahnen“, fordern Ruth Schneider und CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Greczka in einem Antrag an Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Der CDU sei bewusst, dass Fröndenberg sich nicht an der Kernstadt Unna orientieren könne, wo die Bücherei mit einem Zuschuss von mehr als einer Million Euro subventioniert werde, „aber es muss kreative Lösungen geben, wie wir sie mit dem verbundenen Buchhandel bisher haben“, so die CDU-Vertreter. Überschaubare Kosten sollten dabei eines der Ziele neben der Erarbeitung eines inhaltlichen Konzeptes sein, fordert die CDU.

Der Vorstand der heimischen CDU trifft sich am Mittwoch, 29. August, um 17 Uhr zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause. Auf der Tagesordnung der Christdemokraten stehen dabei die Vorbereitungen zur Europawahl, Berichte aus den Vereinigungen und die Aktivitäten bis zum Jahreswechsel. Inhaltlich wird Vorsitzender Olaf Lauschner vom Gespräch mit der Gruppe „Wir – für die Palz“ berichten, die weitere Vorgehensweise soll diskutiert werden. Die Sitzung des Stadtverbandsvorstandes findet im Besprechungsraum der Stadtwerke Fröndenberg an der Graf-Adolf-Straße 32 statt.
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