„Die Nerven verloren“: CDU schüttet Kübel der Häme über Sabina Müller aus

dzAnliegerbeiträge

Die CDU genießt den Zwist zwischen der SPD-Fraktionschefin und Kämmerer Heinz-Günter Freck: Der politische Mitbewerber schüttet jetzt einen Kübel der Häme über Sabina Müller aus.

Fröndenberg

, 09.12.2019, 15:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine marode Straße wirbelt viel Staub auf. Nachdem er ihren Sanierungsantrag quasi als wirkungslos hingestellt hatte, erhielt Kämmerer Heinz-Günter Freck umgehend einen Fragenkatalog der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sabina Müller, der Frecks Angaben über den Straßenzustand zumindest in Zweifel zieht.

Nun reagiert auch die CDU-Fraktion auf den Zwist, der sich um die Frage dreht, ob die Sanierung eines Abschnitts der Straße Hohenheide von den Anliegern oder von der Allgemeinheit bezahlt werden müsste.

»Frau Müller scheint bereits nach wenigen Tagen als SPD-Bürgermeister-kandidatin die Nerven zu verlieren.«
Harald Bartel, Vize-Fraktionschef der CDU

„Frau Müller scheint bereits nach wenigen Tagen als SPD-Bürgermeisterkandidatin die Nerven zu verlieren“, kommentiert Harald Bartel, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, die Auseinandersetzung.

Anliegerbeitrag für Straße Hohenheide laut CDU seit 2006 bekannt

Dass die SPD eine bloße Deckschichtsanierung, die beitragsfrei wäre, beantragt hat, verwundere ihn, so Bartel, der auch Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses ist. Es sei, behauptet Bartel in einer Pressemitteilung, bereits bei der bislang letzten Sanierung des Straßenabschnitts 2006 allen Beteiligten klar gewesen, dass dieses Verfahren nicht erneut angewendet werden könne.

„Die Nerven verloren“: CDU schüttet Kübel der Häme über Sabina Müller aus

Sowohl über den Straßenzustand selbst als auch über den Zeitpunkt, wann die Stadt wie viel gewusst hat, gehen die Meinungen von SPD-Fraktionschefin Sabina Müller und Kämmerer Heinz-Günter Freck auseinander. © Marcus Land

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Heinz-Günter Freck hatte im Finanzausschuss ebenfalls mitgeteilt, dass die SPD praktisch eine beitragspflichtige Baumaßnahme beantragt habe. Eine Einschätzung, die Müller in ihrem Offenen Brief an Freck in Zweifel zieht.

Zweifel, die Harald Bartel spottend kommentiert: „Frau Müller hat sich nicht gründlich informiert, sowas kommt mal vor, zumal Frau Müller noch nicht über so viel Erfahrung verfügt und 2006 noch nicht im Rat war“, erklärt Bartel. Er habe daher aber „Verständnis für den Lapsus“.

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Sabina Müller hatte Heinz-Günter Freck am vergangenen Freitag geschrieben und unter anderem in Frage gestellt, ob überhaupt Bohrkerne von der Straße gezogen worden seien und ob bereits weitere beitragspflichtige Straßenbaumaßnahmen im Rathaus bekannt seien, von denen die Öffentlichkeit noch nichts wisse.

CDU: Sanierung der Straße erst nach Baugebiet Hof Hacheney sinnvoll

Für den Fragenkatalog Müllers an die Verwaltung habe er kein Verständnis, so Harald Bartel. „Das ist Wahlkampfgeklingel. Frau Müller will von ihrem Eigentor ablenken und macht’s dadurch noch schlimmer. Sie hebt einen Misstrauensgraben zwischen sich und den Verwaltungsmitarbeitern aus, die sie demnächst als Bürgermeisterin führen will.“

„Die Nerven verloren“: CDU schüttet Kübel der Häme über Sabina Müller aus

Harald Bartel © Udo Hennes

»Sie hebt einen Misstrauensgraben zwischen sich und den Verwaltungs-mitarbeitern aus, die sie demnächst als Bürgermeisterin führen will.«
Harald Bartel

Außerdem habe die Verwaltung wichtigere Aufgaben zu erfüllen, als Fragen der SPD-Bürgermeisterkandidatin zu beantworten.

Auf einer anderen Ebene findet Bartels Kritik am beantragten Zeitpunkt der Straßensanierung statt. Für ihn und die CDU spiele die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Eine Sanierung der Straße Hohenheide sei ohne Zweifel wünschenswert und in absehbarer Zeit notwendig, aber zunächst müsse das Baugebiet „Hof Hacheney“ entwickelt und abgeschlossen werden.

„Es macht doch gar keinen Sinn eine Straße zu sanieren, um dann darüber Kräne, Lkws und Baumaschinen fahren zu lassen für ein 40-Häuser-Baugebiet. Dann können wir danach die Straße gleich nochmal sanieren und dafür hat niemand Verständnis“, schiebt Bartel nach.

Für die CDU stehe deshalb fest: Erst das Baugebiet fertigstellen, dann die Straße Hohenheide sanieren. Was Sabina Müller fordere, sei Steuergeldverbrennung. „Ich gehe davon aus, dass Frau Müller entweder von den eigenen Reihen zu einem Umdenken ermutigt wird oder vom Stadtrat ein Stoppschild gezeigt bekommt“, glaubt CDU-Vize Harald Bartel.

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