Wie viele Eltern ihre Kinder auch langfristig zuhause betreuen können, wird sich wohl erst in den kommenden Tagen zeigen. In Fröndenberg lief der Eingeschränkte Pandemiebetrieb sehr unterschiedlich an. © dpa

Bundesnotbremse: So viele Kinder wurden Montag im Notbetrieb betreut

Seit Wochenbeginn sollen Eltern ihre Kinder, sofern irgendwie möglich, zuhause betreuen. Wie voll es in den Kindergärten trotzdem war, variiert von Einrichtung zu Einrichtung stark.

Die Kindergärten der Stadt blieben am ersten Werktag mit Bundesnotbremse leerer als üblich. Denn seit Montag gilt der sogenannte bedarfsorientierte Pandemiebetrieb in Kindertageseinrichtungen. Eltern müssen, anders als zunächst befürchtet, nicht in einem systemrelevanten Beruf arbeiten. Allerdings müssen sie in einer Eigenerklärung glaubhaft machen, warum sie ihr Kind nicht anders betreuen können.

Die Awo als Träger von zwei Kindergärten in Fröndenberg möchte zum Pandemiebetrieb keine Zahlen nennen. Handelt es sich doch lediglich um Momentaufnahmen. „Die Entwicklung ist dynamisch“, sagt Sprecherin Anna Gemünd zum Wochenstart. Für eine Tendenz, wie viele Kinder Awo-Einrichtungen besuchen, sei es zu früh.

Eine relativ klare Tendenz liefert der Dellwiger Kindergarten Ruhrpiraten: Ungefähr so viele Kinder wie in der vergangenen Woche, waren auch am Montag da, teilt die vereinsgetragene Kindertageseinrichtung mit. Dabei gab es in der vergangenen Woche lediglich einen Appell, Kinder idealerweise zuhause zu betreuen. Die Zahl der kleinen Ruhrpiraten hat sich auf etwa 15 bis 20 Kinder, rund ein Drittel der üblichen Auslastung, eingependelt.

Wenige Kinder in katholischen Kindertageseinrichtungen

Wesentlich weniger Kinder besuchten am Montag die Einrichtungen des Katholischen Familienzentrums im Pastoralverbund. Im Kindergarten St. Marien waren es noch ein Drittel, in St. Josef mit sieben sowie in Christ König mit acht Kindern weniger als ein Viertel der normalen Gruppenstärken.

„Die Eltern sind mit der Situation sehr verantwortungsbewusst umgegangen“, sagt die pädagogische Fachbereichsleitung bei den Katholischen Kindertageseinrichtungen Ruhr-Mark, Martina Kuhlmann.

„Wir haben das große Glück, dass viele Eltern ihre Kinder zuhause betreuen können“, sagt auch Dagmar Huth vom Evangelischen Kindergarten Matthias Claudius. Dort wurden ebenfalls nur zehn Kinder von 40, sprich ein Viertel, in den Kindergarten gebracht.

Im DRK-Kindergarten gab es für die Erzieher relativ viel zu tun

Verhältnismäßig viele Kinder, nämlich 49 von üblichen 110, betreute am Montag der DRK-Kindergarten Villa Kunterbunt. In der vergangenen Woche seien es dort allerdings noch deutlich mehr Kinder gewesen.

Erst wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 165 liegt, dürften Kindergärten wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen, dürfte allerdings eine Entscheidung freuen, die das Kreisjugendamt jetzt getroffen hat. Für den Mai werden in Holzwickede, Fröndenberg und Bönen keine Kita-Beiträge eingezogen.

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Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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