Bürgermeisterwahl: FWG hat für eigene Kandidatur einen klaren Zeitplan

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Während sich der Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP bereits bei jeder sich bietenden Gelegenheit bekannt macht, hat die FWG einen klaren Zeitplan für eine eigene Kandidatur bei der Wahl im September.

Fröndenberg

, 13.01.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bislang haben in Fröndenberg erst zwei Kandidaten ihren Hut für die Bürgermeisterwahl am 13. September in den Ring geworfen: Sabina Müller für die SPD und Heinz-Günter Freck. Beim Neujahrsempfang der CDU am Sonntag nutzte Freck die Gelegenheit und stellte sich den geladenen Gästen auch persönlich vor.

„Mein Name ist Heinz-Günter Freck“, so begann der Beigeordnete und Kandidat von CDU und FDP sein Grußwort im Pfarrzentrum St. Marien. Wohlwissend dass ihm viele Vertreter von Vereinen, karitativen Einrichtungen oder Feuerwehr-Löschgruppen am Sonntag womöglich zum ersten Mal überhaupt persönlich begegneten.

Freck spricht erst zur Person, dann zu den Inhalten

Bevor also Freck überhaupt auf seine politischen Schwerpunkte zu sprechen kam, stellte er seine Person vor. So skizzierte der 58-Jährige kurz seinen beruflichen Werdegang in Werl, präsentierte sich als Vater von drei erwachsenen Kindern, verheiratet mit Ehefrau Claudia.

Das alles auch in Gegenwart von Sabina Müller, der SPD-Fraktionsvorsitzenden, die vom Stadtverband ihrer Partei bereits nominiert ist und am Mittwoch, 15. Januar, offiziell von der Partei zur Bürgermeisterkandidatin gewählt werden soll.

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Der Neujahrsempfang der Fröndenberger CDU stand zwar schon spürbar im Zeichen der bevorstehenden Kommunalwahlen; doch wie schon in den Vorjahren hatten auch die Sternsinger wieder einen Auftritt und sammelten unter den Gästen für den guten Zweck. © Marcus Land

Sie hat dann am 19. Januar ihrerseits Gelegenheit, auf dem Jahresempfang der SPD sich zu ihrer Person und zu ihren politischen Zielen zu äußern.

Dagegen ließ Matthias Büscher am Rande des Neujahrsempfangs der CDU keinen Zweifel daran, dass die Freien Wähler es mit ihrer Entscheidung über eine eigene Kandidatur nicht sonderlich eilig haben.

Man werde am 20. März eine Mitgliederversammlung einberufen und dort darüber entscheiden, welchen Weg man bei der Bürgermeisterwahl gehen werde. Ausgeschlossen hatte die FWG jedenfalls, diesmal einen Kandidaten oder eine Kandidatin einer anderen Partei zu unterstützen.

Es bleibe auch dabei, dass ein eigener Kandidat der FWG seinen Wohnsitz in Fröndenberg haben müsse, bekräftigte Matthias Büscher. Die Alternative: Man geht ohne eigenen Bewerber um das Amt des Verwaltungschefs in die Kommunalwahlen.

Zweikampf schon im ersten Wahlgang wohl unwahrscheinlich

Dass es bei der Bürgermeisterwahl in Fröndenberg allerdings bei einem Zweikampf Müller versus Freck bleibt, wird im lokalpolitischen Raum dem Vernehmen nach als eher unwahrscheinlich angesehen.

Jedenfalls in der ersten Runde der Wahl. Denn nachdem der Verfassungsgerichtshof Ende Dezember die Abschaffung der Stichwahl in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig erklärt hat, muss man auch in Fröndenberg mit einem zweiten Wahlgang rechnen. Andernfalls müsste einer der Kandidaten bereits im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten.

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