CDU-Spitze bricht Schweigen um Bürgermeisterkandidatur des Beigeordneten Freck

dzBürgermeisterwahl

Die designierte Bürgermeisterkandidatur von Heinz-Günter Freck hat an der CDU-Parteispitze für Wirbel gesorgt. Jetzt ist das Schweigen gebrochen. Mit einer überraschenden Wendung.

Fröndenberg

, 14.10.2019, 11:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oliver Funke hat es gar nicht so gemeint. „Ich bin bereit, Bürgermeister der Stadt Fröndenberg zu werden“ – dieser Satz von Mitte September sei „rein perspektivisch gemeint“ gewesen, heißt es in einer Stellungnahme des CDU-Parteivize von Sonntag.

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Funke reagiert damit auf unsere Berichterstattung zum designierten Bürgermeisterkandidaten der Union, Heinz-Günter Freck – und die in diesem Zusammenhang aufgeworfene Frage, ob die CDU-Parteispitze die Ambitionen Funkes schlichtweg ignoriert hat.

CDU-Spitze bricht Schweigen um Bürgermeisterkandidatur des Beigeordneten Freck

Oliver Funke, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Fröndenberg © CDU

Gesagt hatte der 32-jährige Verwaltungsfachangestellte besagten Satz im Rahmen unserer Recherche zu möglichen Aspiranten in den Reihen der CDU – und zwar auf eine konkrete Frage zu seinen persönlichen Ambitionen zur Bürgermeisterwahl 2020.

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Als Ende der vergangenen Woche durchsickerte, dass der städtische Beigeordnete Freck nicht nur der Wunschkandidat der CDU-Parteispitze ist, sondern Parteichef Olaf Lauschner und Fraktionschef Gerd Greczka mit eben diesem Namen auch schon vor der Abstimmung im Parteivorstand um die Gunst anderer Parteien geworben haben, hat Funke sich mit weiteren Einlassungen lieber zurückgehalten. Nun schreibt er: „Der Bürgermeisterkandidat für 2020 der CDU Fröndenberg wird von meiner Person aus voller Überzeugung und ganzer Kraft unterstützt.“

Lauschner: „Kandidat einstimmig nominiert“

Bereits am Samstagabend war eine schriftliche Einlassung von CDU-Stadtverbandschef Olaf Lauschner zu der Thematik eingegangen. Darin heißt es im Wortlaut: „Anfang des Monats traf sich der geschäftsführende Vorstand und im Anschluss der Gesamtvorstand des CDU-Stadtverbandes Fröndenberg. In beiden Parteigremien wurde ein Personalvorschlag zur Nominierung eines Bürgermeisterkandidaten diskutiert und beschlossen. In beiden Gremien wurde der Kandidat einstimmig ohne Enthaltungen nominiert. Die abschließende Wahl findet in einer Mitgliederversammlung voraussichtlich noch in diesem Jahr statt.“ Ferner kündigt Lauschner schon in dieser Einlassung vom Samstagabend eine Stellungnahme Lauschners zu dessen eigenen Ambitionen an.

Offizielle Bestätigung via Facebook

Weder Funke noch Lauschner nennen Heinz-Günter Freck als designierten CDU-Bürgermeisterkandidaten beim Namen. Dafür war am Wochenende im sozialen Netzwerk Facebook auf der Seite des CDU-Stadtverbandes offenbar zumindest kurzzeitig zu lesen: „Unser Vorstand ist sich einig, dass Heinz-Günter Freck, Beigeordneter im Rathaus, den CDU-Mitgliedern als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters vorgeschlagen wird.

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