Bürgermeister eingeschaltet: Anwohner der Friedhofstraße sind genervt vom Parkchaos

dzBeweisfotos

Der Handlungsdruck in Sachen Parken an der Friedhofstraße in Fröndenberg ist riesig. Anwohner sind so genervt, dass sie Beweisfotos erstellten und den Bürgermeister zum Handeln auffordern.

Fröndenberg

, 24.09.2019, 12:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt hat es den Anwohnern gereicht: Nachdem am Montagnachmittag über mehrere Stunden eine Einfahrt zugeparkt war, schickten mehrere Anlieger Beweisfotos per E-Mail an die Stadtverwaltung. Sie fordern Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe zum Handeln auf.

Über die Situation an der Friedhofstraße hatte die Fröndenberger Politik zuletzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beraten. Ein Parkplatz auf dem Gelände des Friedhofes wurde abgelehnt, die Stadtverwaltung mit der Suche nach Alternativen beauftragt.

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Wie dringend diese Suche ist, zeigte sich am Montag. Mehr als drei Stunden lang stand laut mehrerer Anwohner ein silbergrauer Toyota vor einer Einfahrt. Diese war nur unter größter Vorsicht überhaupt noch zu erreichen. Direkt hinter dem Fahrzeug stand zudem ein schwarzer Mini-Cooper – entgegengesetzt zur Fahrtrichtung.

Damit war das Fass für die Anwohner voll. Sie fotografierten die Situation, wendeten sich am Abend an die Stadt: „Wir bitten dringend darum, diesen Ordnungswidrigkeiten nachzugehen!“

Stadtverwaltung reagiert schnell

Genau das versprach die Stadtverwaltung schon am Dienstagmorgen. „Die Stadt hat heute früh angerufen und angekündigt, der Sache nachzugehen. Ich wurde gefragt, ob wir als Anwohner auch als Zeugen zur Verfügung stehen, falls gegen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige Einspruch eingelegt wird“, freute sich eine Anwohnerin im Gespräch mit dieser Redaktion.

Der Vorfall vom Montag ist offenbar alles andere als ein Einzelfall. Kein Monat vergeht laut der Anwohnerin, ohne dass solche verbotenen Parkmanöver auffallen. Die Dunkelziffer ist hoch, insbesondere mit Schulbeginn und mittags verschärfen Elterntaxis das Problem.

„Es kann nicht sein, dass wir unsere Autos nur noch Zentimeter für Zentimeter aus den Einfahrten bugsieren“, sagt eine Betroffene. Bis vor zwei, drei Jahren sei das Problem überschaubar gewesen, doch jetzt würden immer mehr Kinder „bis in die Klasse gefahren“.

Kritik an Einbahnstraße

Auf Kritik stößt bei den Anwohnern am nordwestlichen Ende der Friedhofstraße – also nahe der Einmündung auf die Eulenstraße – auch die Idee, eine Einbahnstraße einzurichten. „Das wären für uns wahnsinnig große Umwege. Und die Overbergstraße ist ja auch immer ziemlich vollgeparkt. Das verbessert die Situation nicht“, findet die Anwohnerin – und spricht ihren Nachbarn damit aus dem Herzen.

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