Winter in Fröndenberg: Bürger öffnen ihr Familienalbum

dzSchnee-Fotos

Die Redaktion hat einige Fotos von vergangenen Wintern in Fröndenberg erhalten. Die Fröndenberger erzählen mit Bild und Text, wie ihre Winter vor 40, 50 oder gar 70 Jahren ausgesehen haben.

Fröndenberg

, 03.03.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie haben die Winter in Fröndenberg vor 40 oder 50 Jahren in Fröndenberg ausgesehen? Das Schild „Achtung Skifahrer“ am Mühlenberg parallel zur Eulenstraße erinnert an andere Zeiten, in denen Fröndenberg im Winter verschneit war. Ein paar Fröndenberger schwelgen für uns in Erinnerungen.

45 Zentimeter Schnee im Februar 1958

Berthold Degenhardt von den Marinekameraden Fröndenberg erinnert sich noch an verschneite Winter. Rund 45 Zentimeter Schnee sollen im Februar 1958 in der Eulenstraße gelegen haben. Das alte Kriegsdenkmal, das Stiftsgebäude sowie die beiden Kirchen sind auf seinen Bildern in Schnee getaucht.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sahen die Winter in Fröndenberg aus: Von 1958 bis 1981

Fröndenberger zeigen chronologisch, wie vergangene Winter von 1958 bis 1980 in Fröndenberg ausgesehen haben.
03.03.2020
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Am 27. Februar 1958 lag bereits genug Schnee, um gemeinsam mit ein paar Damen einen Schneemann zu bauen, erzählt Berthold Degenhardt von den Marinekameraden. © Privat
9. März 1958: Rund 45 Zentimeter Schnee liegen in Fröndenberg. Das Kriegsdenkmal in der Eulenstraße versinkt im Schnee.© Privat
9. März 1958: Auch das Stiftsgebäude in der Eulenstraße, die Stiftskirche und der Turm der Marienkirche sind mit Schnee bedeckt.© Privat
9. März 1958: Ein weiterer Blick auf die Marienkirche im Schneechaos.© Privat
Im Januar 1962 wurden die Autos laut Oskar Legatis schonmal als Schlittenhunde vor die Schlitten gespannt.© Privat
Die Kinder hatten ihren Spaß beim Schneemann bauen.© Privat
Schneeschippen, Schlittenfahren, der Fröndenberger Winter 1969 hielt viele Abenteuer für die Kinder bereit, erinnert sich Legatis.© Privat
Die Kinder hatten viel Spaß, Autofahrer weniger, so Legatis. Der Räumdienst kam bei den Schneemassen nicht hinterher.© Privat
Für die Kinder ideal zum Schneemann bauen.© Privat
Kinder beim Schneebaden© Privat
Und auch ein Jahr später, im Januar 1970 ist genug Schnee zum Schlittenfahren da gewesen.© Privat
Winter 1980/81 in Fröndenberg Warmen: Pferd Wotan zieht die Kinder und Pflegekinder von Familie Josef und Irmgard Saggel über die Ruhrwiesen.© Privat
Winter 1980/81 in Fröndenberg Warmen: Die Kinder und Pflegekinder von Familie Josef und Irmgard Saggel rodeln über schneebedeckte Felder und Fröndenberger Hügel.© Privat

Auch in den 1960er- und 70er-Jahren waren verschneite Winter ganz normal, erinnert sich Oskar Legatis. Er schickte uns „Fotos aus längst vergangener Zeit“, wie er schrieb.

„Die Winter in den 60er- und 70er-Jahren waren immer frostig und von viel Schnee begleitet. Die Kinder hatten viel Freude mit der weißen Pracht. Wir Autofahrer weniger. Der Räumung der Straßen und Wege kam man meistens durch den starken Schneefall nicht nach. Trotzdem war es schön.“

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Skilaufen auf dem Golfplatz

Auch Friedhelm Klemp erinnert sich an weiße Winter. Der Holzwickeder war jahrelang als Sozialpädagoge an der Gesamtschule tätig. Er sei Langläufer und erinnert sich noch daran, nach der Schule im Februar und März die Piste auf dem Golfplatz genutzt zu haben.

Februar 1969: Genug Schnee für die Kinder, um gleich mehrere freundliche Schneemänner in Fröndenberg zu bauen.

Februar 1969: Genug Schnee für die Kinder, um gleich mehrere freundliche Schneemänner zu bauen. © Privat

„Naturgespurt“, schreibt er. „Es war trotzdem toll, weil auch unterschiedliche Landschaftsverhältnisse eine gute Herausforderung im sportlichen Bereich gegeben waren.“

Mit dem Pferd und Schlittenkette durchs Dorf

Aber auch in den 80er-Jahren waren die Winter noch weiß. Josef und Irmgard Saggel erinnern sich noch an die „gute alte Zeit“. 1980 seien sie mit Kindern und Pflegekindern von Dortmund nach Fröndenberg-Warmen gezogen, hinaus aufs Land.

„Wir haben einen alten ‚Resthof‘ gekauft“, schreibt das Ehepaar. „In jedem Winter lag hoher Schnee und man konnte nicht nur mit Skiern über die schneebedeckten Felder fahren oder die Fröndenberger Hügel hinunterrodeln.“ Einige Fotos seien unter anderem auf den heute eingezäunten Ruhrwiesen in Warmen entstanden, zwischen Wickeder Straße und Ruhr.

Winter 1980/81 in Fröndenberg Warmen: Pferd Wotan zieht die Kinder und Pflegekinder von Familie Josef und Irmgard Saggel über die Ruhrwiesen.

Winter 1980/81 in Fröndenberg Warmen: Pferd Wotan zieht die Kinder und Pflegekinder von Familie Josef und Irmgard Saggel über die Ruhrwiesen. © Privat

Besonders viel Freude, so erzählen sie, habe es den Kindern bereitet, mit Pferd „Wotan“ unterwegs zu sein. „Hoch zu Pferd, auf und hinter Wotan mit fünf bis sieben angehängten Schlitten“, schreibt Ehepaar Saggel. „Es waren herrliche Winter und eine herrliche Zeit!“

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