Bürger fordert Tempo-30-Zone an der Sümbergstraße – dort kam es zu einem schweren Unfall

dzBürgerantrag

Ein Teil der Straßen im Bereich Sümberg-Jägertal ist bereits auf Tempo 30 begrenzt – nicht genug, beklagt ein Bürger. Er beantragt deshalb eine Tempo-30-Zone in dem gesamten Gebiet.

Fröndenberg

, 02.10.2018, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits im März 2010 forderte ein Fröndenberger via Bürgerantrag eine Tempo-30-Zone im Bereich Sümberg-Jägertal. Ein Unfall auf der Sümbergstraße im vergangenen Monat, veranlasste ihn nun dazu, erneut einen Antrag zu stellen – vier Jugendliche wurden am 10. September von einem Auto erfasst, zwei von ihnen wurden schwer verletzt.

Tempo 30 auf allen Straßen

Auf einigen Straßen in diesem Bereich ist die Geschwindigkeit bereits auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt. Das sei jedoch nicht genug, heißt es in dem aktuellen Bürgerantrag. Im Hauptausschuss soll nun am Mittwoch, 31. Oktober, beschlossen werden, den Bürgerantrag an den Bau- und Verkehrsausschuss zu verweisen.

Der gewünschte Tempo-30-Bereich soll im Nord-Westen von der Eulenstraße, im Nord-Osten vom Hirschberg und der Westicker Heide und im Süden von der Alleestraße begrenzt werden. Bei dem Bereich handle es sich um ein Wohngebiet, in dem es jedoch einige Einrichtungen gibt. So befinden sich beispielsweise das Seniorenheim Haus Löhnbachtal, die Overbergschule und die Gemeinschaftsgrundschule, der Matthias-Claudius-Kindergarten sowie die Gesamtschule in dem Gebiet. „Die Einrichtung einer Tempo-30-Zone würde nach meiner Einschätzung die Lebensqualität und die Verkehrssicherheit in diesem Gebiet nachhaltig verbessern“, so die Begründung.

Unübersichtliche, abschüssige Straßen

Bereits im März 2010 habe der Bürger eine solche Zone gefordert – nun seien jedoch noch Gründe hinzugekommen. Der wichtigste sei, dass in der Mittagszeit viele Schüler nebeneinander auf der Sümbergstraße in Richtung Innenstadt laufen – oft durch Handys, Musik und Gespräche vom Verkehr abgelenkt. „Warnt man die Schüler durch Hupen, so wird die Straße nur widerwillig geräumt und sofort nach dem Vorbeifahren wieder betreten.“

Die Autofahrer seien deshalb in der Verantwortung. Der Anhalteweg bei einer Gefahrenbremsung beträgt bei 50 Kilometern pro Stunde etwa 27 Meter, bei einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde etwa 13 Meter, rechnet der Antragssteller vor. „Bei einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde wäre dieser schreckliche Unfall also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht passiert“, behauptet er. Einige Straßen seien abschüssig, von parkenden Autos blockiert oder von unübersichtlichen Kurven geprägt – wie etwa die Sümbergstraße. Des Weiteren seien mehr Autos in dem Gebiet unterwegs – unter anderem Fahrzeuge von Altenpflegediensten, die es immer eilig hätten.

Bürger fordert Tempo-30-Zone an der Sümbergstraße – dort kam es zu einem schweren Unfall

Auf der Sümbergstraße wurden vier Jugendliche von einem Auto erfasst – zwei von ihnen wurden schwer verletzt. © Marcel Drawe

Unfall mit fünf Beteiligten

Bei dem Unfall im September verletzten sich zwei Jugendliche schwer und zwei weitere leicht. Sie wurden auf der Sümbergstraße von einer 84-jährigen Kleinwagenfahrerin erfasst, als sie mittags von der Innenstadt aus zurück zur Schule gehen wollten. Die schwer verletzten Schüler befanden sich nicht in Lebensgefahr, wurden jedoch zunächst auf der Intensivstation behandelt. Die Fahrerin des Autos erlitt einen Schock.

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