Breitbandausbau in Fröndenberg: Die ersten Kunden in Bausenhagen sind am Netz

dzGlasfaser

Während in Bausenhagen die ersten Haushalte ihre schnelle Datenleitung nutzen, haben sich Bürger in drei Ortslagen selber geholfen - und Leerrohre in Eigenregie unter die Erde gebracht.

Fröndenberg

, 28.04.2020, 12:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Filme streamen, online Computerspiele zocken oder mit der Familie skypen: Für all das braucht es eine schnelle Datenleitung. Und die haben viele Fröndenberger nicht - sie bemängeln diesen Zustand schon seit Jahren. Doch Rettung naht inzwischen von mehreren Stellen: Während die Verwaltung ihre Bundesförderung für den Breitbandausbau in der Ruhrstadt noch nicht ausgeben konnte, investieren zwei Unternehmen in Glasfaser in Fröndenberg.

Arbeiten in Frömern sind gestartet

Die Telekom hatte 2019 unter anderem im Zentrum Glasfaserleitungen verlegt. Die Firma Muenet, die vor mehreren Jahren Richtfunktechnik in Fröndenberger Dörfern eingeführt hat, schließt genau dort nun Haushalte direkt an ihre neue Glasfasertrasse an. Mit ersten Ergebnissen: „In Bausenhagen sind die ersten Kunden am Netz“, freut sich Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels. In Frömern sind die Bauarbeiten gerade gestartet.

Jetzt lesen

Die Firma wird überall dort aktiv, wo Anwohner per Nachfragebündelung ausreichend Interesse bekundet haben, sodass sich die Arbeiten für Muenet auch lohnen. In einigen ländlichen Bereichen wäre es allerdings nicht wirtschaftlich, die Tiefbauarbeiten selbst zu erledigen. Und so nahmen 90 Haushalte in Stentrop, 14 in Frömern Ost und 63 in der Ortslage Landwehr ihr Schicksal selbst in die Hand.

In Bausenhagen war ein Bauunternehmen aktiv. Andernorts haben sich Bürger selber um das Verlegen der Leerrohre gekümmert.

In Bausenhagen war ein Bauunternehmen aktiv. Andernorts haben sich Bürger selber um das Verlegen der Leerrohre gekümmert. © Marcus Land

Muenet stellte das Baufahrzeug, mit dem sie die Leerrohre für ihre zukünftige Leitung selbst verlegen konnten. Im Bereich Landwehr sei das gute Wetter im April genutzt worden. Die Arbeiten seien innerhalb weniger Tage erledigt worden, so Patrick Nettels.

Jetzt lesen

Die entsprechenden Baustellen, etwa entlang des Thabrauck, bleiben allerdings noch eingerichtet. Denn bis die Bürgerinnen und Bürger mit Höchstgeschwindigkeiten surfen können, stehen noch weitere Arbeitsschritte an: Dort, wo jetzt noch Löcher sind, werden Muffen die Rohre verbinden. In den kommenden Wochen wird die Glasfaser „eingeblasen“, so Nettels. Anschließend kommen die Spleißer, die das Netz bis zu den jeweiligen Häusern fertig bauen.

In acht Wochen ist Stentrop am Netz

Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die Bürgerinnen und Bürger in Stentrop als erste von ihrer Eigeninitiative profitieren. Rund acht Wochen soll es dauern, bis dort wie jetzt in Bausenhagen, die ersten Haushalte an das schnelle Netz angeschlossen werden. Danach folgt Landwehr. Als letztes ist Frömern Ost an der Reihe.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Handel in Corona-Zeiten
Der Fahrrad-Boom in der Corona-Krise beschert Martin Wittwer einen guten Saisonstart
Hellweger Anzeiger Stadtumbauprogramm
Neue Stadtteilmanager für Fröndenberg beraten auch Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main
Hellweger Anzeiger Gastronomie in Fröndenberg
Die Gaststätte ist ihr Leben - die Schwestern Bohn kämpfen für Westicks heimeligsten Ort