Der Karl-Wildschütz-Parkplatz wirkt wie eine offene Wunde in der Fröndenberger Innenstadt. Es könnte etwas Bewegung in die Planungen für das städtische Grundstück kommen. © Archiv/Roman Grzelak
Stadtentwicklung in Fröndenberg

Brache in der Fröndenberger Innenstadt: Für Karl-Wildschütz-Platz Bewegung in Sicht

Während das Städtebauprogramm ISEK mit Umbau von Marktplatz und Bruayplatz stringent durchgezogen wird, ruht auf dem Karl-Wildschütz-Parkplatz still der See. Doch es kündigt sich nun zumindest etwas Bewegung an.

Der Rathaus-Neubau, einst von der CDU-Fraktion ins Gespräch gebracht, ist passé, aber auch sonst tut sich seit Jahren nichts auf dem Karl-Wildschütz-Parkplatz. Ideen gab es viele, nichts wurde realisiert. Ein Funke Hoffnung besteht jetzt wieder.

In diesem Jahr tut sich laut dem Haushalt der Stadt erneut nichts. Ein Ideenwettbewerb darüber, was mit der Brache mitten in der Fröndenberger Innenstadt künftig geschehen soll, wird voraussichtlich aber im Jahr 2022 ausgeschrieben. Im Etatentwurf wird eine Position von 60.000 Euro perspektivisch für das kommende Jahr veranschlagt.

Vorratsfläche für städtebauliche Entwicklung

Die Stadt Fröndenberg hatte das Grundstück vor Jahren erworben, um die Planungshoheit über die für die Innenstadt bedeutsame Fläche zu erhalten.

Im Juli 2019 hatte sich der Stadtrat von der Idee eines Rat- und Bürgerhauses auf der innerstädtischen Fläche vorerst mehrheitlich verabschiedet. Favorisiert worden war stattdessen wieder das ursprüngliche Vorhaben eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs für das vor Jahren als Vorratsfläche von der Stadt erworbene Grundstück.

Der Parkplatz war auch immer als Zwischenlösung für die Feuerwehr angedacht,

wenn der Löschzug Mitte wegen des beabsichtigten Neubaus am Harthaer Platz vorübergehend einige Fahrzeuge auf dem Karl-Wildschütz-Platz unterbringen müsste.

Wohnungsbau von Fraktionen zuletzt favorisiert

Bei Debatten im Rat war zuletzt überwiegend die Schaffung von Wohnraum oder eine gemischt-gewerbliche Nutzung favorisiert worden. Auch Fachleute befürworten, die Innenstadt dadurch zu beleben, dass man die Menschen möglichst zentral wohnen lässt.

Die Fröndenberger Wählergemeinschaft hatte zuletzt für „bezahlbaren Wohnraum“ an diesem zentralen Standort befürwortet, nachdem sie zuvor noch von „sozialem Wohnungsbau“ gesprochen hatte. Hier jedoch hatte vor allem die CDU Einwände, befürchtete durch Sozialwohnungsbau „Monostrukturen“ in zentraler Innenstadtlage.

Die SPD regte an, auch kleinere Wohneinheiten für Singles und Studenten, die in Dortmund keine Wohnungen finden, zu prüfen. Die Grünen wiederum befürchteten in den vergangenen Diskussionen, dass sich am Ende gar kein Investor für die Fläche interessieren könnte. Daher wollen die Grünen die Pläne für das Bürgerhaus sogar für den Notfall in der Schublade behalten.

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Redaktion Fröndenberg
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Marcus Land
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