Fröndenbergs ehemaliger Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe nimmt seine Matte mit Humor. Zum Friseurbesuch am Montag brachte er ein kleines Zöpfchen mit. © Grünewald
Friseur-Glosse

Bis zur Lockdown-Lockerung: Ein stadtbekannter Kopf trug zuletzt einen kleinen Zopf

Auch ehemalige Bürgermeister sind Menschen - mit Haaren, die wachsen. Und wer nicht unbedingt das Land regiert, trägt seine Matte eben mit Humor - bis der Friseur wieder geöffnet hat.

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da feierte es RTL-Moderatorin Frauke Ludowig als journalistische Meisterleistung, Angela Merkel in einem Interview gefragt zu haben, warum sich eine Bundeskanzlerin im Lockdown die Haare machen lässt. Die Antwort ist ganz einfach: Genauso wie die stets perfekt gestylte TV-Sprecherin steht Merkel in der Öffentlichkeit.

Gut, dass er sich darüber keine Sorgen mehr machen musste, wird Fröndenbergs ehemaliger Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe gedacht haben. Denn rechtzeitig zum Friseur-Lockdown durfte er sich in den Ruhestand verabschieden. So wuchs sein Haupthaar vor den Augen der kritischen Fröndenberger Öffentlichkeit verborgen in der Nachbarstadt Menden langsam vor sich hin.

Bis Rebbe am Montag den Weg über die Ruhr antrat, samt kleinem Pferdeschwanz. In der Ruhrstadt ließ er dann abschneiden, was in Fröndenbergs Lokalpolitik längst salonfähig ist. Auch CDU-Mann Gerd Greczka war jüngst mit einem beachtlichen Exemplar zu beobachten.

Sinnbildlich könnte das Zöpfchen nun für das stehen, was Verwaltung und Politik schon immer mitbringen mussten – und was wir in der Corona-Krise wohl alle noch lange benötigen werden: Geduld.

Nach dem Friseurbesuch sitzen die Haare wieder perfekt. © Grünewald © Grünewald
Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung
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