Bilderbuchstart für Fröndenberger Fliegenkirmes

dzFamilienrummel in Fröndenberg

Die Fröndenberger Fliegenkirmes ist eröffnet. Der Auftakt auf dem Markt ist mit 150 Besuchern überaus gelungen. Dabei hatte es kurz zuvor noch eine Absage eines großen Schaustellers gegeben.

von Jennifer Freyth

Fröndenberg

, 13.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bilderbuchstart für die Fröndenberger Fliegenkirmes: Rund 150 Besucher tummeln sich zur Eröffnung auf dem Marktplatz. Kleine Besucher strahlen mit der Sonne um die Wette – und mit den Veranstaltern: Mit dem Auftakt der Fliege am Freitagnachmittag sind sie überaus zufrieden.

Fröndenberger Fliegenkirmes

Noch bis Montag Rummel in der Stadt

Die Fliegenkirmes läuft noch bis Montag, 16. September, in der Fröndenberger Innenstadt. Offizielle Öffnungszeiten sind täglich von 15 bis 22 Uhr. Am Kirmessonntag ist ab 11 Uhr ein Gottesdienst auf dem Autoscooter geplant. Am Montag ist Familientag mit Rabatten an Fahrgeschäften und anderen Kirmesbuden.

Dabei war das alles andere als zu erwarten, ereilte die Organisatoren doch wenige Tage vor der „Fliege“ noch eine Hiobsbotschaft. Doch der Reihe nach.

Schausteller-Sprecher: „Können uns nicht beschweren“

„Das ist ja fast wie auf dem Christkindelmarkt“, sagt Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe und hat selbst mit Mikrofon so seine liebe Müh‘, stimmlich gegen die aufgeregte Kinderschar anzukommen. Die Mädchen und Jungen des Kindergartens St. Josef haben gerade das Publikum mit ihren Tänzen verzückt, da gibt es kaum noch ein Halten unter den kleinen Besuchern. Längst hat sich herumgesprochen, dass neben dem Luftballonwettbewerb kostenlose Fahrtchips der Schaustellerschar und Eisgutscheine des Patenschaftskreises Fröndenberg dem Nachwuchs den Start ins lange Kirmeswochenende versüßen sollen.

FOTOSTRECKE
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Die Fliegenkirmes ist eröffnet

Vier Tage lang steht Fröndenberg kopf: Die Fliegenkirmes ist eröffnet und lockt noch bis Montag mit rasantem Fahrspaß und süßen Leckereien in die gute Stube der Ruhrstadt.
13.09.2019
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Darf beim Kirmesbesuch nicht fehlen: leckere Zuckerwatte.© Marcel Drawe
Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe verteilt Gratis-Fahrtchips an die Kinder.© Marcel Drawe
Die Kinder des Kindergartens St. Josef tanzen zur Eröffnung.© Marcel Drawe
Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe hatte zur Eröffnung Mühe, gegen die aufgeregte Kinderschar anzusprechen - trotz Mikrofon.
© Marcel Drawe
Zur Eröffnung hatte die Stadt einen Luftballonwettbewerb organisiert. Die Sieger werden beim Christkindelmarkt im Dezember gekürt.© Marcel Drawe
Kirmesorganisator Hubert Sallamon bringt die Luftballons unters Kirmesvolk.© Marcel Drawe
Seit 19 Jahren schon bestückt Andreas Alexius mit seinem Autoscooter die Fröndenberger Fliege.
© Marcel Drawe
Rasant geht es im Hip Hop zu.© Marcel Drawe
Auf dem Parkplatz hinter Rossmann kommen die jüngeren Kirmesbesucher auf ihre Kosten.
© Marcel Drawe
Die aufblasbare Riesenrutsche konnte Hubert Sallamon noch kurzfristig als Ersatz für den ausgefallenen Breakdancer organisieren.© Marcel Drawe
© Marcel Drawe
© Marcel Drawe
© Marcel Drawe
© Marcel Drawe

Schausteller-Sprecher Andreas Alexius blickt zufrieden auf den sehr gut gefüllten Marktplatz. „So viele Besucher habe ich in den letzten Jahren nicht gesehen“, freut sich der Kirmesprofi. Das war längst nicht immer so. Nach dem großen Kirmesreinfall 2015 stand die Fliege in Fröndenberg kurz vor dem Aus. Mittlerweile aber seien die Schausteller wieder zufrieden. „Wir können uns nicht beschweren“, sagt Alexius und lobt auch die Verwaltung für die Organisation des Familienrummels.

Breakdance kommt nicht – wegen Personalmangels

Und damit zurück zur Hiobsbotschaft. Die erreichte die Verwaltung nur zwei Wochen vor der Kirmes. Der Breakdance kommt nicht. Dem Schausteller fehlte es schlicht an Personal, das beim Auf- und Abbau hilft. „Wenn einem auf einmal drei bis vier Saisonarbeiter wegbrechen, ist man machtlos“, nimmt Alexius seinen Schausteller-Kollegen in Schutz. Fröndenberg habe es wohl auch nicht allein getroffen, auch zwei weitere Kirmesveranstaltungen soll der Schausteller kurzfristig abgesagt haben.

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Vom Desaster vor vier Jahren, als Andreas Alexius mit seinem Autoscooter beinahe allein die Fliege bestückte und seinem Ärger seinerzeit bei der Eröffnung lautstark Luft machte, ist Fröndenberg nach der diesjährigen Absage weit entfernt. Kirmesorganisator Hubert Sallamon gelingt es, den Ausfall zu kompensieren und zu kaschieren. Auf den letzten Metern organisiert er eine aufblasbare XXL-Rutsche als Ersatz. Hier und da noch Stellplätze vertauscht und alles etwas luftiger gestellt, fällt der Ausfall sogar kaum noch auf.

Daumen hoch also. Das gilt übrigens auch fürs Wetter. Einen Mix aus Sonne und Wolken bei 21 Grad – das sei das perfekte Kirmeswetter, sagt Alexius. Zu viel Sonne sei nicht gut fürs Geschäft. „Die Leute dürfen gar nicht erst das Interesse haben, sich etwas anderes zu überlegen“, sagt Alexius.

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