Bewässerungssäcke für Stadtbäume landen in privaten Gärten

dzDiebstahl

Beliebte Bewässerungssäcke: Die Stadt begegnet der Trockenheit und dem großen Durst der Bäume mit Bewässerungssäcken - bislang. Denn die Säcke sind offenbar beliebt und kommen reihenweise abhanden.

Fröndenberg

, 17.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Regen der letzten Tage kann nicht darüber hinwegtäuschen: In diesem Jahr war es bislang erneut viel zu trocken für die Vegetation. Die Stadt stillt den Durst der Bäume im öffentlichen Raum mit Bewässerungssäcken - doch die kommen zuhauf abhanden.

Die fehlende Nässe von oben wirkte sich in Hitzesommern schon dramatisch aus: Ohnehin geschwächte Bäume drohen mangels Wasser regelrecht einzugehen. Das gilt besonders für Jungbäume, deren Wurzel noch nicht so tief reichen, dass sie Grundwasser anzapfen können.

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Neben dem Gießen, für das die Stadtwerke, die die Grünpflege im Auftrag der Stadt übernehmen, eigens ein Fahrzeug mit Wassertank einsetzen, gelten auch Bewässerungssäcke als effiziente Methode.

Die Wassertasche wird an den Stamm des Baumes gebunden und setzt die Feuchtigkeit langsam frei. Nachteil: Sie sind für jedermann frei zugänglich und mittlerweile sind etliche von ihnen gestohlen worden, wie Bauamtsleiter Martin Kramme im Umweltausschuss berichtete. Im Internet wird ein Beutel mit 75 Liter Fassungsvermögen für 35 Euro angeboten.

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Die Säcke verwende die Stadt daher künftig nur noch auf eingefriedetem Gelände. Grünen-Ratsfrau Andrea Molitor missbilligte den Diebstahl, regte angesichts des offenbar vorhandenen Interesses von Gartenbesitzern aber an, seitens der Verwaltung Bewässerungssäcke anzuschaffen, die an Interessierte ausgegeben werden könnten.

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