Stadtwerke

Bernd Heitmann in den Ruhestand verabschiedet

Nach fast 23 Dienstjahren ist die Ära Bernd Heitmann bei den Stadtwerken Fröndenberg Wickede zu Ende gegangen. Zum Abschied gab es für ehemaligen Geschäftsführer einige Überraschungen.
Mit einem Traktor wurde Bernd Heitmann an seinem letzten Arbeitstag von seinen Kollegen Zuhause abgeholt. Entlang der Strecke flog dann auch mal Konfetti. © Stadtwerke Fröndenberg

Eine Abordnung der Belegschaft hatte den sichtlich überraschten Heitmann am Morgen direkt zu Hause im benachbarten Menden mit einem Traktor abgeholt. Auf dem Weg zum Dienstort standen entlang der Fröndenberger Straße etliche Dienstfahrzeuge mit eingeschalteten Blinkleuchten in einer Ehrenformation.

Im Korso brachte das Team den Chef am letzten Arbeitstag zum Stadtwerke-Gebäude in der Fröndenberger Graf-Adolf-Straße. Heitmann, offensichtlich sehr gerührt, betonte gegenüber den Stadtwerke-Mitarbeitern, wie viel Freude ihm die jahrzehntelange Arbeit gemacht habe. Das Thema Wasserkraft habe er inzwischen so sehr verinnerlicht, dass daraus eine Art privates Hobby geworden sei: „Trotz vieler moderner Möglichkeiten, Energie zu erzeugen, ist Wasserkraft bis heute, vom ‚Erntefaktor‘ aus betrachtet, unschlagbar.“

Bei der Verabschiedung von Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann in Fröndenberg, von links nach rechts: Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister, Wickede, Gerd Greczka, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Fröndenberg Wickede, Heinz Günter Freck, Beigeordneter der Stadt Fröndenberg, Sabina Müller, Bürgermeisterin der Stadt Fröndenberg, Bernd Heitmann, Ex-Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg, Alexander Loipfinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg.
Bei der Verabschiedung von Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann in Fröndenberg, von links nach rechts: Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister, Wickede, Gerd Greczka, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Fröndenberg Wickede, Heinz Günter Freck, Beigeordneter der Stadt Fröndenberg, Sabina Müller, Bürgermeisterin der Stadt Fröndenberg, Bernd Heitmann, Ex-Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg, Alexander Loipfinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg. © Stadtwerke Fröndenberg © Stadtwerke Fröndenberg

Weil aus Corona-Gründen eine große Abschiedsparty nicht realisierbar war, teilte der scheidende Chef im Laufe seiner letzten Arbeitswoche Catering-Tüten an die Mitarbeiter aus, darin eine Flasche Corona-Bier und Currywurst im Einmachglas. In einem Abschiedsbrief, den jeder Mitarbeiter erhielt, betonte Heitmann die hervorragende Zusammenarbeit; „Jede Tätigkeit, jede Aufgabe, jeder Verantwortungsbereich ist in einem Unternehmen so notwendig wie jedes Zahnrad in einem Planetengetriebe. Auch als „Geschäftsführer“ konnte ich nur etwas entscheiden oder entwickeln, weil Sie alle Ihre Ideen, Anregungen, Ihre Kritik, Ihr Engagement, letztlich Ihre Arbeit mit eingebracht haben.“

Wasserwerk an der Ruhrbrücke entstand in Heitmanns Amtszeit

Bernd Heitmann war im Jahre 1998 zu den Stadtwerken Fröndenberg gekommen. Unter seiner Ägide wurde in Kooperation mit den Stadtwerken Menden das neue Wasserwerk an der Ruhrbrücke erbaut. Für die Gemeinde Wickede waren lange Jahre die Strom- und Gasnetze betrieben worden, bis Ende 2020 die Gemeindewerke Wickede und die Stadtwerke Fröndenberg zu den heutigen Stadtwerken Fröndenberg Wickede fusionieren konnten. Heitmann hinterlässt aus Sicht von Nachfolge-Geschäftsführer Alexander Loipfinger „ein hervorragend aufgestelltes Haus mit einer tollen, engagierten Mannschaft. Das macht es mir leicht, hier anzudocken.“

Bernd Heitmann hatte den neuen Geschäftsführer Loipfinger an seiner neuen Wirkungsstätte in Fröndenberg noch acht Wochen lang begleitet. Jetzt, im Ruhestand, so Heitmann, werde er sich zunächst auf Gartenarbeit und auf die Jagd konzentrieren.

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