Beim Hochwasserschutz in Ostbüren wollen Politik, Rathaus und Bürger an einem Strang ziehen

dzOrtstermin vereinbart

Den Ursachen für die Überschwemmungen in Ostbüren will man nun auf den Grund gehen: Kurzfristig wollen Politik, Verwaltung und Betroffene bei einem Ortstermin Lösungen für den Hochwasserschutz finden.

Ostbüren

, 14.06.2019, 12:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehrere Tage mit Starkregen förderten das Problem wieder zutage: Niederschläge können in Ostbüren offensichtlich nicht in ausreichendem Maß abfließen und überschwemmen Häuser, Grundstücke und Straßen. Bei einem Ortstermin sollen nun möglichst kurzfristig Lösungen gefunden werden.

Betroffene bleiben trotz Versicherung auf hohen Kosten sitzen

Voll gelaufene Keller und Wohnungen, Schäden von mehr als 8000 Euro, hohe Eigenanteile trotz Versicherung, fehlende Gullys – der Vortrag von Friedrich Höhling, betroffener Anwohner der Straße Am Obsthof, führte den Mitgliedern des Umweltausschusses aus erster Hand vor Augen, wie dramatisch viele Bewohner des Ortsteils die Situationen nach Regenfällen mittlerweile erleben. „Wann geschieht endlich etwas, bevor weitere Schäden entstehen?“, schloss Höhling.

»Wann geschieht endlich etwas, bevor weitere Schäden entstehen?«
Friedrich Höhling, Anwohner in Ostbüren

Man befürchtet in Ostbüren zudem, dass durch das Neubaugebiet „Am Obsthof“ die Abwasserkanäle vollends überfordert werden könnten. Gleichzeitig präsentierten die am Donnerstagabend zahlreich erschienenen Anwohner aber auch Lösungsvorschläge für Hochwasserschutz wie etwa Wälle, die ein Verstopfen von Abwassergräben verhindern könnten. Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe bat darum, der Stadt den probat und realisierbar klingenden Maßnahmenkatalog zur Verfügung zu stellen.

Beim Hochwasserschutz in Ostbüren wollen Politik, Rathaus und Bürger an einem Strang ziehen

Die ergiebigen Regenfälle am Mittwoch (12. Juni) führten erneut zu Verstopfungen der Kanalisation auf der Ostbürener Straße. Die Stadtverwaltung schaltete eine Fachfirma ein, nachdem sich der Kanaleinlauf in der Senke vor dem Dobomilgebäude auf der Ostbürener Straße mit Schlamm, Geröll und Geäst völlig zugesetzt hatte. © Marcus Land

Zwei Anträge der CDU-Fraktion sowie des SPD-Ortsvereins Frömern/ Ostbüren/ Palz zum Hochwasserschutz waren bereits Anfang der Woche im Rathaus eingegangen. Jetzt will man sich, wie von den Bürgern gewünscht, auch vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten machen, um zielgerichtet gegen das Überschwemmungsrisiko vorgehen zu können.

»Wir müssen zeitnah handeln, weil wir die Regenfälle vor allem in den Sommermonaten haben.«
Olaf Lauschner, CDU-Vorsitzender

Das Thema soll nicht auf die lange Bank geschoben werden. „Wir müssen zeitnah handeln, weil wir die Regenfälle vor allem in den Sommermonaten haben“, forderte Olaf Lauschner für die CDU-Fraktion. Monika Schröer (Grüne) sprach sich zudem für eine langfristige Gegenmaßnahme aus: in Bebauungsplänen künftig mehr Grünanteile zur Versickerung statt Flächenversiegelung vorzusehen.

Konstruktiver Vorschlag des Ortsheimatpflegers kommt an

Gerd Höneise hatte am Ende mit einem konstruktiven Vorschlag alle auf seiner Seite. Ostbürens Ortsheimatpfleger bot sich an, einen Plan für den Ortstermin auszuarbeiten, damit auch wirklich die Risikostellen im Ortsteil unter die Lupe genommen werden. Im Dobomilgebäude sollte den Bewohnern die Kanalführung im Dorf erläutert werden. „So etwas muss man erklären. Das ist kein Kinderspiel“, meinte Höneise.

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