Beim Fröndenberger Kunstverein ziert Albert Einstein die Motorhaube eines Trabis

dzMitgliederausstellung

Fotografie, Malerei, bildende Kunst: Die zweite Mitgliederausstellung des Kunstvereins zeigt die gesamte Vielfalt künstlerischen Schaffens. Und mittendrin steht ein Trabi.

von Lara Joy Rosenstein

Fröndenberg

, 15.09.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Kunst vielseitig ist und mehr als nur eine Geschichte erzählen kann, stellen die derzeitigen Aussteller im Fröndenberger Kunstverein unter Beweis. Am Sonntag eröffnete die Ausstellung. Zehn Mitglieder des Fröndenberger Kunstvereins präsentieren zum Abschluss des Austellungsjahres ihre eigenen Werke.

Zehn Künstler zeigen ihre Werke

„Es ist unsere zweite Mitgliederausstellung“, erklärte Andrea Stahl vom Fröndenberger Kunstverein, „Diesmal fasziniert vor allem die unglaubliche Vielseitigkeit.“ Aussteller sind Marijan Felding, Ute Gerling, Martin Gerling, Uli Hamelmann, Margit Hübner, Markus Paul, Maret Schönenberg, Roger Wimbert, Dieter van Riel und Petra Zapatero.

Beim Fröndenberger Kunstverein ziert Albert Einstein die Motorhaube eines Trabis

Zehn Aussteller begrüßte Andrea Stahl vom Kunstverein zur Vernissage in den Räumen an der Alleestraße. © Rosenstein

Die Vernissage am Sonntag lockte bereits interessierte Besucher in die Räume des Kunstvereins. Von verschiedenen Fotoprojekten über klassische und abstrakte Malerei bis hin zu Skulpturen aller Art: Kunst kennt bei der neuen Ausstellung keine Grenzen. Unter anderem stellt Uli Hamelmann eine Installation im Zusammenhang mit Flüchtlingen und der Arbeit der Kapitäne zur Schau. Markus Paul regt die Gäste mit seinen Astro-Fotos auf Leinwand zum Nachdenken an.

Auch ein bemalter Trabi zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Es ist das Werk von Petra Zapatero. „Das Auto stand in einer Lagerhalle in Unna, war quietschgrün und alles andere als funktionsfähig“, erklärte sie. Innerhalb von einem Jahr brachte sie den Trabi zusammen mit Marijan Felding wieder auf Trab. Nun kann er sogar auf der Straße fahren. Auch die anderen Aussteller waren beeindruckt. Zapatero hatte weder Sprühdose, noch ein anderes Hilfsmittel zur Hand. „Ich habe den Trabi nur mit Pinsel und Farbe bemalt“, so die Künstlerin.

„Diesmal fasziniert vor allem die unglaubliche Vielseitigkeit.“
Andrea Stahl, Kunstverein Fröndenberg

Ausstellung läuft noch bis zum 29. September

Motive auf der Autokarosserie sind ein Porträt von Albert Einstein, ein „Chuck“ und eine Farbpalette. Das Motto lautet „Imaginäre Welten“. „Ich bin schon früh zur Kunst gekommen“, begann Zapatero zu erklären. Sie wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Sowohl die Musik, als auch die Kunst liegen ihr im Blut. „Ich habe 13 Jahre lang an verschiedenen Orten Kunst studiert“. „Am liebsten male ich immer noch Porträts in Ölfarben“, verriet Zapatero.

Neben dem Trabi warten weitere über 100 Werke darauf, von vielen Besuchern begutachtet zu werden. Bis zum 29. September bleibt Zeit dazu. Der Kunstverein hat mittwochs von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 14 Uhr seine Türen geöffnet.

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