Begehrtes Bauland in Fröndenberg: Diese Gebiete hat die Stadt noch in ihrem Vorrat

dzBaugebiete

Die Einwohnerzahl Fröndenbergs ist Ende 2019 gegen den Trend im Kreis Unna leicht gesunken. Bürger hält und lockt man mit Bauland. Das ist in der Ruhrstadt begehrt. Wo kann man demnächst in der Ruhrstadt bauen?

Fröndenberg

, 06.07.2020, 17:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine aktive Wohnungsbaupolitik wirkt Fortzügen entgegen und fördert Zuzüge. Sobald in Fröndenberg Bauland neu ausgewiesen worden ist, war es meistens schnell verkauft. Diese Gebiete können künftig noch bebaut werden:

Hof Hacheney

Das nächste größere Wohnbauprojekt, das realisiert wird, ist das Baugebiet „Hof Hacheney“ auf der Hohenheide. Im ersten Bauabschnitt sollen acht Einfamilienhäusern südlich der Straße „Hohenheide“ entstehen.

Die Grundstücke haben eine Größe von circa 570 bis 750 m². Zusätzlich ist ein Mehrfamilienhaus mit maximal sechs Wohnheinheiten geplant; alle Gebäude dürfen höchstens zwei Vollgeschosse haben.

Jetzt lesen
Für eine Fläche auf der Hohenheide, das Plangebiet "Hof Hacheney", soll ein Wohnbaugebiet entwickelt werden. In einem ersten Zug soll die Reihe entlang der Straße „Hohenheide“ bebaut werden; allerdings ist der Baustart noch nicht bekannt.

Für eine Fläche auf der Hohenheide, das Plangebiet "Hof Hacheney", soll ein Wohnbaugebiet entwickelt werden. In einem ersten Zug soll die Reihe entlang der Straße „Hohenheide“ bebaut werden; allerdings ist der Baustart noch nicht bekannt. © Archiv/ Marcus Land

Wann der erste Bauabschnitt realisiert wird, kann Bauamtsleiter Martin Kramme noch nicht absehen. Man sei aktuell dabei, das Vorhaben „in Abstimmung mit dem Eigentümer weiter zu entwickeln“, sagte er am Montag.

Im hinteren Teil des Flurstücks sollen „zu einem späteren Zeitpunkt“ weitere Baugrundstücke entwickelt werden. Dieses Planungsgebiet umfasst 26.500 Quadratmeter für 34 Gebäude, unterteilt in Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser auf rund 550 bis 940 Quadratmeter großen Arealen.

Jetzt lesen

Ein Städtebauliches Konzept wird laut Martin Kramme zum Beispiel vorsehen, wie die Erschließungsstraßen in dem Neubaugebiet geführt werden.

Enthalten sein wird auch eine Planung für den Sportplatz Hohenheide, auf dem 41 Parkplätze, eine Blühwiese, ein Mini-Fußballfeld, ein Bolzplatz und diverse Spielgeräte entstehen sollen.

Gosemark II

Im Anschluss an 16 Baugrundstücke im Baugebiet „Gosemark“ in Dellwig, die recht schnell verkauft waren, hat die Entwicklungsgesellschaft Pro Dev GmbH aus Unna auch die südlich angrenzende Fläche, auf der die Ende der 1990er-Jahre aufgegebenen Gewächshäuser eines Blumengeschäftes befanden, vermarktet.

Die elf neuen Bauplätze für ein- oder zweigeschossige Wohnbebauung in Einzel- oder Doppelhausform und Grundstücksgrößen von ca. 477 qm bis ca. 871 qm sind ebenfalls bereits vergeben, wie Pro Dev am Montag auf Nachfrage bestätigte.

Jetzt lesen
Im Baugebiet Gosemark II, wo einige Häuser schon fertig, andere noch im Rohbau sind, will die Stadt Fröndenberg auch ein Mehrfamilienhaus errichten lassen. Hierfür sind allerdings bislang noch keine Investoren bekannt.

Im Baugebiet Gosemark II, wo einige Häuser schon fertig, andere noch im Rohbau sind, will die Stadt Fröndenberg auch ein Mehrfamilienhaus errichten lassen. Hierfür sind allerdings bislang noch keine Investoren bekannt. © Udo Hennes

Der Bebauungsplan war erst im Frühjahr 2019 vom Rat verabschiedet worden.

Auf einem Grundstück soll noch ein Mehrfamilienhaus errichtet werden. Hieran hatte es Kritik aus der Bevölkerung gegeben. Dieser war die Verwaltung mit dem Hinweis begegnet, dass man im Rahmen neuer Baugebiete die Nachfrage nach Grundstücken, die sich für den sozialen Wohnungsbau oder Modell „Mehrgenerationenhaus“ eignen, künftig stärker berücksichtigen wolle.

Obsthof

Während sämtliche 13 Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser im Neubaugebiet „Obsthof“ in Ostbüren ebenfalls sehr schnell Interessenten gefunden hatten, lässt der Bau von dort vorgesehenen Mehrfamilienhäusern noch auf sich warten: Es findet sich bislang kein Investor.

Jetzt lesen
Im Baugebiet Am Obsthof in Ostbüren sind ebenfalls sehr schnell alle Grundstücke an die Bauwilligen veräußert worden; es wird aber immer noch fleißig gebuddelt. Ein zweiter Bauabschnitt mit einer Fläche von rund 50000 Quadratmetern ist zwischen den Straßen „Am Obsthof“ und „Am Sportplatz“ ebenfalls noch geplant.

Im Baugebiet Am Obsthof in Ostbüren sind ebenfalls sehr schnell alle Grundstücke an die Bauwilligen veräußert worden; es wird aber immer noch fleißig gebuddelt. Ein zweiter Bauabschnitt mit einer Fläche von rund 50000 Quadratmetern ist zwischen den Straßen „Am Obsthof“ und „Am Sportplatz“ ebenfalls noch geplant. © Archiv/Marcus Land

Ostbürens Ortsheimatpfleger Gerd Höneise hatte noch im Juni im Bauausschuss darauf hingewiesen, dass das Interesse von Hauseigentümern aus dem Dorf, die sich kleiner setzen und in ihrem Sprengel wohnen bleiben wollen, weiter bestehe.

Zudem steht für einen zweiten Bauabschnitt noch eine 5000 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung. Baurecht ist hierfür noch nicht geschaffen. Man wolle auf Bedarfe reagieren und den Ortsteil behutsam entwickeln, so Martin Kramme.

Altendorf

Auf ausdrücklichen Wunsch der Bewohner in dem Stadtteil ist erst kürzlich in einer Satzung klargestellt worden, welche Flächen in Altendorf dem Innen- und welche dem Außenbereich zuzuordnen sind.

Damit sind innerhalb des bebauten Teils Altendorf künftig grundsätzlich Neubauten möglich. Besonders Menschen, die in Altendorf aufgewachsen sind und dort wohnen bleiben möchten, hatten sich hierfür stark gemacht.

Bauerwartungsland

Der Flächennutzungsplan sieht im Stadtgebiet noch diverse Flächen vor, die für eine Wohnbebauung ausgewiesen werden könnten. Dieses Bauerwartungsland liegt im Bereich „Am Steinbruch“ in der Westicker Heide, im Bereich „Burland“ in Ardey, im Jägertal sowie in Dellwig/Langschede südlich des Schürenfeldes.

Für sämtliche Flächen müssten zuvor noch Bebauungspläne aufgestellt werden. Initiativen von Politik und Verwaltung gibt es hierzu bislang noch nicht.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Maskenpflicht im ÖPNV
Westfalenbus wirft Masken-Muffel raus – aber in Fröndenberg droht so schnell kein Bußgeld.
Hellweger Anzeiger Winschotener Straße / Im Stift
Bei ihrer neuen Fußgängerzone sollen die Fröndenberger ein Wörtchen mitreden
Hellweger Anzeiger Digitales Schützenfest
Schützenverein Langschede: Von verbuddelten Ketten und einem Pastor als Schützen
Hellweger Anzeiger Gesamtschule Fröndenberg
Sanierungsarbeiten an der Gesamtschule: „Wenn die Schüler kommen, sind wir fertig“
Meistgelesen