Bauarbeiten auf dem Marktplatz: Wochenmarkt muss schon viel früher umziehen

dzFröndenberger Markt

Die Neugestaltung des Marktplatzes wirkt sich auch auf den Standort des Wochenmarktes aus. Aus einem anderen Grund müssen die Händler nun viel früher umziehen, als zunächst geplant war.

Fröndenberg

, 16.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass der Wochenmarkt in der Bauphase nicht auf dem Marktplatz abgehalten werden kann, war seit Langem klar. Jetzt hat das Ordnungsamt die Händler darüber informiert, dass sie bereits wesentlich früher ihren gewohnten Standort verlassen müssen.

Allerdings wird nicht vorzeitig mit der eigentlichen Neugestaltung des Marktplatzes begonnen. Vielmehr beabsichtigen die Stadtwerke, vor der Modernisierung des Platzes neue Versorgungsleitungen unter dem Markt zu verlegen.

Wochenmarkt am 6. Februar zum vorerst letzten Mal auf dem Markt

Daher werde der Wochenmarkt am Donnerstag, 6. Februar, zum vorerst letzten Mal auf dem Marktplatz stattfinden, teilte Ordnungsamtsleiter Christoph Börger mit. Ab der folgenden Woche werde der Markt dann auf einer Fläche des Bruayplatzes abgehalten.

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Info

Rund 1 Million Euro
für Marktumbau

  • Die Umgestaltung des Marktplatzes ist Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), das von 2017 bis 2022 zahlreiche vor allem bauliche Maßnahmen vorsieht.
  • Der Umbau mit neuer Pflasterung, Wasserspiel und modernen Sitzgelegenheiten soll 1,025 Millionen Euro kosten.
  • Ferdinand Aßhoff von der Bezirksregierung Arnsberg überbrachte Ende September 2019 einen Förderbescheid über 717.500 Euro, also 70 Prozent der Gesamtkosten. Den Rest trägt die Stadt selbst.
  • Die nächste große Baumaßnahme im Rahmen des ISEK ist die Umgestaltung des Bruayplatzes 2021.

Mit den Marktbeschickern sei der vorzeitige Standortwechsel bereits besprochen worden; auch die nötigen Zufahrtsmöglichkeiten für Rettungsdienst und Feuerwehr sind am Übergangsquartier bereits geprüft worden.

An Kunden sollen demnächst Handzettel verteilt werden, die auf den neuen Standort hinweisen.

Ursprünglich wollte man den Wochenmarkt noch bis Ende März/Anfang April auf dem Marktplatz belassen; der Zeitplan sieht vor, nach dem Frühlingsmarkt am 5. April mit dem Umbau des Marktplatzes zu beginnen.

Den Termin der geplanten Baumaßnahme hatte die Stadt auch den Stadtwerken mitgeteilt. Dort kam man zu dem Schluss, den ohnehin geplanten Aufbruch der Fläche vorzuziehen, um alte Gas- und Wasserleitungen auszutauschen.

Damit verhindere man, den neu hergerichteten Marktplatz später noch einmal aufreißen zu müssen, erläuterte Volker Kretschmer, Technischer Leiter der Stadtwerke.

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Der Zeitplan beim Marktumbau sei andererseits so eng getaktet, dass man in der Bauphase nicht auch noch Leitungen hätte austauschen können. Man werde rechtzeitig vor Baustart mit den Tiefbauarbeiten fertig sein, kündigte Kretschmer an. Die aufgerissene Oberfläche müsse man dann nur geschottert übergeben.

Stadtwerke prüfen Bau von Stromsäulen für Marktstände

Während Hausanschlüsse bei den Marktanliegern nicht erneuert werden sollen, prüft man bei den Stadtwerken noch eine weitere Maßnahme.

Bislang müssen sich Marktbeschicker oder Buden bei Frühlings- und Christkindelmarkt aus einem Baustromverteilerkasten bedienen. Künftig könnten es komfortablere Stromsäulen auf dem Marktplatz werden.

Hierfür befindet man sich allerdings erst in einem Planungsstadium; die Entscheidung darüber ist bei den Stadtwerken noch nicht gefallen.

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