Bahnhof Frömern soll barrierefrei werden: Bund gibt 350.000 Euro für den Umbau

dzGeld im Bundeshaushalt

Bei Fahrgästen und bei den Verkehrsclubs stand er schon lange in der Kritik: Nun soll der Bahnhof in Frömern barrierefrei umgebaut werden. Die Deutsche Bahn bestätigt den Ausbau noch nicht.

Frömern

, 22.11.2018, 11:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Grundlage für die Zuschüsse des Bundes ist das sogenannte Zukunftsinvestitionsprogramm, mit dem gezielt verschiedene Elemente von Barrierefreiheit gerade an kleinen Bahnhöfen ermöglicht werden sollen. Wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek mitteilt, stellt der Haushaltsauschuss des Bundes für die Jahre 2019 bis 2026 insgesamt 330 Millionen Euro für die Schaffung von Barrierefreiheit zur Verfügung.

350.000 Euro stellt der Bund für die Station Frömern in den Haushalt ein

Für die nötigen Baumaßnahmen in Frömern sind allein 350.000 Euro vorgesehen. Nach Angaben Kaczmareks sollen voraussichtlich bis Ende 2019 die Planungen für den barrierefreien Umbau abgeschlossen sein. Bei der Deutschen Bahn konnten auf Anfrage die konkreten Baumaßnahmen noch nicht erläutert werden. „Uns liegt der genannte Beschluss noch nicht vor. Erst wenn wir diesen erhalten haben und eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund geschlossen ist, können wir den barrierefreien Ausbau von einzelnen Bahnhöfen bestätigen“, sagte ein Bahnsprecher.

Das Zukunftsinvestitionsprogramm war bereits 2015 aufgelegt worden, dennoch dauerte die konkrete Zuweisung der Fördermittel bis jetzt. Laut Oliver Kaczmarek liegt die Verzögerung daran, dass bislang ausschließlich Mittel für die Planung der Projekte, nicht aber für die bauliche Umsetzung im Bundeshaushalt enthalten waren. Der Haushaltsausschuss habe nun beide Elemente zusammengeführt. „Dadurch wird ermöglicht, dass die Projekte von Planung bis Bau zu 100 Prozent aus dem Bundeshaushalt finanziert werden können“, so Oliver Kaczmarek.

Ein Bahnhofstest bemängelte bereits vor fünf Jahren die Zustände

Bei einem Bahnhofstest vor mehr als fünf Jahren hatte der Haltepunkt in Frömern besonders schlecht abgeschnitten. Bei drei Punkten zeigte der Daumen der Tester damals nach unten: keine Barrierefreiheit, schlecht in die Umgebung integriert und kaum Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln, kritisierten der Verkehrsclub Deutschland und Pro Bahn. Auch in den Punkten Sicherheit und Information über den Bahnverkehr konnte die Frömerner Station damals nur durchschnittlich abschneiden. Um den Bahnhof kurzfristig aufzuwerten, sollten laut Testempfehlung Schilder aus dem Dorf heraus auf den versteckt liegenden Haltepunkt hinweisen und ein neuer Standort für die Fahrradständer gefunden werden. Langfristig empfahlen die Tester, die Zugangssituation insgesamt zu verbessern, damit „Fahrgäste nicht über die Terrassen der Anwohner gehen müssen“. Zudem müsste laut VCD und Pro Bahn der Bahnsteig gepflastert und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet werden, um auf diesem Weg auch die Stolperstellen zu beseitigen.

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