Fröndenberger Fotokünstler sind mit dem Finger am Auslöser auf Spurensuche

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Ein Dutzend Hobbyfotografen des Fotoclubs innerhalb des Kunstvereins zeigt, welche Momente des Lebens es mit der Kamera eingefangen hat. Die Motive sind vielfältig – und sogar historisch.

von Dominik Pieper

Fröndenberg

, 25.08.2019, 15:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist dieser eine Moment: Ein Motiv erscheint vor dem Objektiv eines Fotografen und der Finger liegt auf dem Auslöser. Es gelingt dieser eine Schnappschuss - ein Foto für die Ewigkeit. Von diesen Fotos träumen Fotografen. Fröndenberger Hobbyfotografen des Fotoclubs innerhalb des Kunstvereins zeigen seit Sonntag Interessierten all jene Bilder, die sie selbst als Schnappschuss ausgewählt haben und die für sie ganz persönlich ganz besonders sind.

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So vielfältig die Fotografen selbst sind, so vielfältig sind die Momente des Lebens, die bei der Ausstellung „Wie es uns gefällt“ präsentiert werden. Gudrun Graf beispielsweise dokumentiert die spannende und bisweilen farbenfrohe Architektur von U-Bahn-Stationen. Auf einem Foto, das sie am Hamburger Jungfernstieg gemacht hat, dominieren gelbe Wandkacheln das Bild, auf dem ein roter Zug im Hintergrund den Farbkontrast hervorhebt.

Der persönliche Blick des Fotografen macht die Vielfalt aus

Rüdiger Kappenstein hingegen hat Bilder für die Ausstellung ausgewählt, die mittels langer Belichtungsdauer entstanden sind. Er zeigt - passend zu seinem Beruf als Immobilienmakler - Fotos mit architektonischem Schwerpunkt. Eine Aufnahme der Achterbahn „Tiger & Turtle“ aus dem Duisburger Angerpark wurde bei voller Dunkelheit gemacht, die Beleuchtung des Treppenkunstwerks kommt durch die gewählte Belichtung besonders zur Geltung.

Ausstellung Folgende Fotografen beteiligen sich an der Ausstellung des Kunstvereins: Ute Gerling, Martin Gerling, Detlev Glasmeyer, Gudrun Graf, Jürgen Hösel, Gerd Greczka, Rüdiger Kappenstein, Barbara Meyer, Adelheid Prünte, Christel Senker, Dieter van Riel, Hans Asbeck.

Die Bilder, die Dieter van Riel für die Ausstellung ausgewählt hat, haben sogar geschichtlichen Wert. Seine schwarz-weiß Bilder zeigen die Grenze zwischen dem damaligen West- und Ost-Berlin. Die Mauer mit ihren Sperrzonen voller Stacheldraht und Barrikaden bekommt durch die graue Farbgebung einen besonders düster wirkenden Anstrich - ganz passend zu der Tristesse und dem Leid, die die Mauer vielen Menschen gebracht hat.

Ausstellung noch bis 8. September zu sehen

Bis zum 8. September werden die Fotografien der Künstler in den Räumen des Kunstvereins an der Alleestraße noch zu sehen sein. Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntagmorgen fand jeder einzelne Fotograf ein paar Worte zu den eigenen Bildern. Die Individualität der Fotografen, ihre unterschiedliche Technik und das immer ganz persönliche Auge machen die Vielfalt der Ausstellung aus.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. September sonntags von 11 bis 14 Uhr und mittwochs von 16 bis 19 Uhr in den Räumen des Kunstvereins zu sehen.

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