Ausbildungsmarkt Fröndenberg: Jugendliche suchen – und fast 50 Lehrstellen sind unbesetzt

dzStart des Ausbildungsjahres

Das neue Ausbildungsjahr ist gestartet. Auch in Fröndenberg gibt es aber junge Leute, die noch unversorgt sind. Die Arbeitsagentur macht Mut, dass auch auf den letzten Metern noch eine Lehrstelle zu finden ist.

Fröndenberg

, 05.08.2020, 12:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Start des Ausbildungsjahres ist je nach Berufsfeld traditionell am 1. August und am 1. September. Trotz eines Überangebotes an Lehrstellen stehen in Fröndenberg dennoch Schulabsolventen ohne Ausbildungsvertrag da.

»Je weiter man den eigenen Suchradius fasst, desto breiter ist die Palette an verfügbaren Stellen.«
Sprecherin der Agentur für Arbeit Hamm

In Fröndenberg sind noch 14 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, gleichzeitig gibt es nicht weniger als 46 freie Ausbildungsstellen bei den Unternehmen. Diese Zahlen nannte die Agentur für Arbeit am Dienstag auf Anfrage dieser Redaktion.

Die Quote von 3,3 Stellen pro Bewerber ist nominell gut. „Eine optimale Ausgangssituation für alle, die bisher noch auf der Suche sind“, heißt es bei der Agentur.

Wunsch und Wirklich sind nicht immer passgenau

Allerdings ist zu unterstellen, dass Schulabschlüsse und Neigungen der Bewerber einerseits und das Anforderungsprofil des Ausbildungsplatzes und die Auswahl beim Lehrstellenangebot andererseits nicht immer passgenau unter einen Hut zu bekommen sind.

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„Je weiter man den eigenen Suchradius fasst, desto breiter ist die Palette an verfügbaren Stellen“, kommentieren die Ausbildungsmarktexperten bei der Agentur in Hamm diese Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Die meisten freien Stellen in Fröndenberg finden sich derzeit noch in der Pflege, im Berufsfeld Verkehr und Lagerei sowie in der Metallbearbeitung. Vereinzelt gibt es aber auch in allen anderen Branchen noch Stellen.

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Service

Beratung für Bewerber und Unternehmen

  • Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit ist für alle Jugendlichen im Kreis Unna erreichbar unter Tel. (0 23 03) 2 80 71 11 (montags bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr).
  • Berufsberater der Bundesagentur beantworten in Live-Chats auf YouTube Fragen rund um den Bewerbungsprozess, geben Tipps zur Berufsorientierung und stellen „Check-U“ vor, ein Online-Tool zum Erkunden eigener Stärken. Nächster Termin: 6. August, um 16 Uhr live auf YouTube.
  • Die IHK zu Dortmund stellt darüber hinaus weitere offene Ausbildungsplätze auf ihrem Portal www.ihk-lehrstellenboerse.de ein.
  • Zur Ausbildungsprämie für Unternehmen gibt es für IHK-Mitgliedsunternehmen weitere Infos über die Hotline (02 31) 54 17-400 und über die E-Mail-Adresse ausbildungspraemie@dortmund.ihk.de.

Bewerber müssen sich also bemühen – aber auch Ausbildungsgeber können in diesem Jahr ihre Anstrengungen verstärken: Kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten aus dem Corona-Konjunkturpaket des Bundes für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine Prämie in Höhe von 2000 Euro. Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot sogar erhöhen, erhalten für zusätzliche Ausbildungsverträge 3000 Euro.

Schnellstmöglich mit Berufsberatung Kontakt aufnehmen

Für die 14 jungen Fröndenberger ohne Ausbildungsplatz hat die Arbeitsagentur jedenfalls eine „gute Botschaft“: Es sei aktuell noch sehr viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt und die Möglichkeit, eine Ausbildung beginnen zu können, werde sich wegen der Corona-Pandemie bis in den späten Herbst verlängern.

„Wer also jetzt noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche hat, für den ist der Zug noch nicht abgefahren“, so die Sprecherin zu unserer Redaktion. Wichtig sei aber, sich schnellstmöglich mit der Berufsberatung in Verbindung zu setzen, um offene Ausbildungsstellen und sinnvolle Alternativen zu besprechen.

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