Straßen.NRW saniert in den Sommerferien die Hauptstraße. Als von Vollsperrung die Rede war, fürchteten Gewerbetreibende gar um ihre Existenz. Der Landesbetrieb erklärt jetzt, wie die Baustelle funktioniert.

Fröndenberg

, 03.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Einen guten Stand hatten die Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßen.NRW nicht, als sie am Montag Bürgerinnen und Bürger der Ortsteile Dellwig und Langschede über die geplante Baumaßnahme in den Sommerferien informierten. Erst mussten die Schäden der Fahrbahn über Jahre immer wieder ins Gespräch gebracht werden, dann wird wieder nur ein Teil der Problem-Verbidung saniert – und eine Baustelle mit Vollsperrung vor der eigenen Haustür sehen viele Bürgerinnen und Bürger nun auch nicht gern. Sie waren am Montagabend zahlreich der Einladung des Landesbetriebs gefolgt, einige auch nur, um ihrem Ärger mal Luft zu machen.

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Doch die Mitarbeiter von Straßen.NRW machten den Anwohnern relativ zügig deutlich, dass die Maßnahme mit dem geplanten Ablauf und entsprechender Verkehrsführung alternativlos sei. Und dass für jeden einzelnen Baustellengeplagten am Ende alles gar nicht so schlimm werde, wie zunächst befürchtet.

Grundsätzlich gilt: Das Bauvorhaben wird in drei Hauptabschnitte unterteilt. Am Ende der Maßnahme wird an einem Tag im gesamten Baustellenbereich die neue Fahrbahndecke aufgetragen. Für Nicht-Anlieger, zum Beispiel Pendler, die die Straße als Verbindung von Fröndenberg nach Schwerte nutzen, ist die Hauptstraße während der gesamten Baustellenzeit voll gesperrt. Anwohner, Lieferverkehr, Patienten der örtlichen Praxen und die Feuerwehr haben Sonderrechte. Während die Feuerwehr etwa zu jeder Zeit durch die Baustelle fahren kann, werden alle anderen Ziele, die entlang der Hauptstraße in Dellwig liegen, entweder von Osten oder von Westen einseitig erreichbar sein.

Aufatmen in Dellwig und Langschede: Häuser, Geschäfte und Praxen bleiben erreichbar

Der Zustand der Hauptstraße wird schon seit Jahren bemängelt. © Marcel Drawe

Die Bauarbeiten sollen mit Beginn der Sommerferien planmäßig am 15. Juli starten

  • Der erste Bauabschnitt wird zwischen dem 15 Juli und 27./28. Juli in Angriff genommen. Betroffen ist der Straßenteil von der B 233 bis zur Einmündung an der Bahnhofsallee. In diesem Bereich wird der Asphalt 20 Zentimeter tief erneuert. Weil mehr von der Straßendecke abgetragen werden muss als an anderen Stellen, dauert dieser erste Bauabschnitt verglichen mit den anderen verhältnismäßig lang. In diesem Abschnitt wird zusätzlich der Gehweg auf der Nordseite der Fahrbahn erneuert.
  • Der zweite Bauabschnitt ist für eine Zeitspanne vom 29. Juli bis zum 5. August geplant. Dieser zweite Bauabschnitt beginnt an der Bahnhofsallee und endet vor dem Weidenweg. Dort wird der Asphalt vier Zentimeter tief abgefräst. Der Einmündungsbereich zur Bahnhofsallee wird vor Geschäftsbeginn gefräst. Nebenher werden in diesem Abschnitt auch Bauarbeiten für die neue Straßenentwässerung sowie für neue Straßenabläufe durchgeführt.
  • Der dritte Bauabschnitt ist für den Zeitraum vom 5. August bis zum 17. August geplant. In dieser Zeit wird die Fahrbahn vom Weidenweg bis zum Ohlweg für eine neue Fahrbahndecke vorbereitet. Dafür müssen wie im vorangegangenen Bauabschnitt ebenfalls lediglich vier Zentimeter Asphalt abgefräst werden. Auch in diesem Bereich laufen Bauarbeiten für Straßenentwässerung und Straßenabläufe parallel.
  • Der vierte Bauabschnitt wird bewusst an einem Sonntag, voraussichtlich am 18. August, bei schlechter Witterung alternativ am 25. August, durchgeführt. An diesem einen Tag soll die Asphaltdeckschicht, die oberste Schicht der Straße, gebaut werden. Mögliche weitere Arbeiten an Abflussschächten werden anschließend unter laufendem Verkehr in Tagesbaustellen erledigt. Noch ist nicht klar, ob für die Tagesbaustellen Schilder aufgestellt werden – oder ob eine Ampel notwendig wird.

Aufatmen in Dellwig und Langschede: Häuser, Geschäfte und Praxen bleiben erreichbar

An der Hauptstraße befindet sich auch die Feuerwache. Einsatzkräfte werden auch bei der Anfahrt zum Einsatz durch die Baustelle gewunken, verspricht Straßen.NRW. © Marcel Drawe

Fast zur jeder Zeit, außer etwa, wenn die Asphaltdecke gerade frisch gegossen ist, können die Feuerwehr, Polizei, Anlieger und Kunden der Gewerbetreibenden die Grundstücke anfahren, verspricht der Landesbetrieb Straßen.NRW. Wo die Asphaltdecke bereits abgefräst ist, erhalten Einfahrten provisorische Rampen.

Wer sich dafür interessiert, dass vor seiner Hauseinfahrt im Zuge der Maßnahme der Bordstein abgesenkt wird, sollte sich direkt mit der Stadtverwaltung auseinandersetzen. Der Landesbetrieb könne die Arbeiten mit ausführen, die Erlaubnis beziehungsweise den Auftrag, müsste die Stadt erteilen, erklärt Michael Rützel von Straßen.NRW

Aufatmen in Dellwig und Langschede: Häuser, Geschäfte und Praxen bleiben erreichbar

Voraussichtlich wird in Dellwig und Langschede im Zeitraum vom 15. Juli bis 25. August gebaut. Für diesen Zeitraum ist eine weiträumige Umleitung ausgeschildert. © Hornung

Der Fernverkehr wird über die ausgeschilderten Umleitungen U1 und U2 geführt

Die Umleitungsstrecke verläuft weiträumig nördlicher der Hauptstraße. Aus Osten kommend, führt sie über die Unnaer Straße durch Strickherdicke bis zur Wilhelmshöhe. Ab der großen Kreuzung dort entlang der Straße Kluse nach Westen Richtung Billmerich – und über den Billmericher Weg nach Süden in Richtung Altendorf. Wer aus Westen kommt, nimmt die Umleitung auf gleicher Strecke ab Altendorf in entgegengesetzter Richtung. Die Umleitungsstrecke ist an allen wichtigen Knotenpunkten ausgeschildert, sodass Autofahrer die Hauptstraße in Dellwig/Langschede direkt weiträumig meiden können.

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