Fröndenberger veröffentlicht dritten Roman: „Nebelvermächtnis“ erscheint am 31. Oktober

dzArne Kilian

Der Fröndenberger Autor Arne Kilian veröffentlicht seinen dritten Roman. Unserer Redaktion erzählt er, wer ihn inspiriert hat und warum er seinen Lehrerberuf nicht an den Nagel hängt.

Fröndenberg

, 23.10.2018, 10:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der „innere Hunger“ hat Arne Kilian wieder gepackt - der Hunger, zu schreiben. „Nebelvermächtnis“ ist das dritte gedruckte Werk des Fröndenbergers. Zu der Geschichte inspiriert hat ihn nicht nur der Nebel, der über die heimische Ruhr wabert, sondern vor allem ein Kinderlied von Rolf Zuckowski, das seine elfjährige Tochter Antonia im Kindergarten singt. Mit den Zeilen „Nebelschwaden, Nebelschwaden kriechen durch den Fensterladen. Kriechen in den Blumentopf. Aber nicht in meinen Kopf (...)“ erweckt der Sänger Nebel zum Leben. Und auch in „Nebelvermächtnis“ tauchen die Nebelschwaden nicht zufällig auf, sondern verbergen bewusst ein Geheimnis. Genauer gesagt eine magische Stadt.

Autogrammstunde auf der Frankfurter Buchmesse

Kilians neuer Jugendroman erscheint in gedruckter Form am 31. Oktober und wird in jeder Buchhandlung bestellbar sein. „Auch die Buchhandlung von Frau Kern in Fröndenberg wollte Bücher bestellen. Dasselbe gilt für Hornung in Unna“, so der Autor. Als E-Book ist „Nebelvermächtnis“ bereits erhältlich - und der Erfolg zeichnet sich bereits ab. Der Autor hat auf der Buchmesse in Frankfurt etliche Exemplare signiert. Es habe einen regelrechten „Run“ auf den Stand seines Verlages gegeben und „ich hatte die ganze Zeit gut zu tun“, berichtet Kilian. Außerdem habe es schon einige Vorbestellungen gebeben, teils auch für signierte Exemplare. Geeignet ist die schaurige spannende Geschichte für Jugendliche ab 12 Jahren, aber auch Erwachsene.

Die ewige Liebe zum Schreiben

Das Herzblut fürs Schreiben floß bereits in der Schulzeit durch die Adern des 39-Jährigen. Schon damals erschienen Geschichten und Gedichte in diversen Zeitschriften, auch während seiner Ausbildung zum Verlagskaufmann schrieb er Kurzgeschichten und nahm an Schreibwettbewerben teil. Neben seinem anschließenden Lehramtsstudium arbeitete er als Korrektor für einen Verlag.

Im Februar 2009 kam er als Referendar an das Pestalozzigymnasium in Unna, wo er auch noch heute arbeitet - und nebenbei fleißig Geschichten spinnt.

Nachdem er mit einer Kurzgeschichte einen Wettbewerb von 3Sat gewann, habe er gemerkt, „das funktioniert“, erzählt Kilian. Im Jahr 2014 wurde dann sein erstes Buch veröffentlicht - der Kurzroman „Wintergrab“. Ihm folgte 2016 der Psycho-Thriller „Mein totes Herz“.

Fröndenberger veröffentlicht dritten Roman: „Nebelvermächtnis“ erscheint am 31. Oktober

Zur Buchmesse reiste der Fröndenberger Autor mit Liane Mars aus Schwerte. Sie ist Autorin und Nachrichtensprecherin beim WDR. © privat

Wer ein Buch schreiben will, muss sich Zeit nehmen

Dass er sich als Lehrer die Nachmittage frei einteilen kann, kommt ihm gelegen, doch meist setzt er sich morgens vor der Arbeit an den Schreibtisch. Er gehe dann zeitgleich mit seinen Kindern ins Bett und stehe gegen vier Uhr auf, um zu schreiben. Wenn man jeden Tag ein wenig schreibe, könne man es schaffen, in einem Jahr ein Buch zu schreiben, erzählt der Autor. „Statt abends Netflix zu schauen, sitze ich im Büro und schreibe.“ Hauptberuflich möchte er aber nicht als Autor arbeiten. Er wolle sich nicht in seinem Büro verschanzen und brauche einen Bezug zur normalen Welt. „Mein Beruf erdet mich.“ Dennoch wird ihn das Schreiben immer begleiten. Hat er ein Buch fertiggestellt, brauche er erst einmal eine kleine Pause, doch dauert es nicht lange, bis ihn der Hunger wieder packt. Der Hunger, zu schreiben.

Fröndenberger veröffentlicht dritten Roman: „Nebelvermächtnis“ erscheint am 31. Oktober

Das Cover des Romans „Nebelvermächtnis“ hat der preisgekrönte Designer Alexander Kopainski entworfen. Kilian hatte keine Veränderungswünsche. © privat

Frau ist härteste Kritikerin

Bevor Bücher auf den Markt kommen, werden sie von Lektoren und Korrektoren genau unter die Lupe genommen. Kilians härteste Kritikerin ist aber kein Lektor, sondern seine Frau. Sie ist ebenfalls Lehrerin und achtet nicht nur auf die Rechtschreibung, sondern auch auf Logik - bevor sie dann grünes Licht gibt. Bei „Nebelvermächtnis“ kam erstmalig auch seine Tochter in den Genuss, eines seiner Bücher zu lesen. Schließlich ist das erste Buch, das für Jugendliche geeignet ist. „Ich war ziemlich nervös“, sagt Kilian. Seiner Tochter habe es aber gefallen. Ihr und seinem Sohn ist „Nebelvermächtnis“ übrigens auch gewidmet: „Für Antonia. Dein Lied vom Nebel hat mich zu diesem Buch inspiriert! Und für Bennet. Du kannst die Magie um uns herum sehen!“

  • Mehr Infos zum Autor und zu seinen Werken gibt es hier.
    Vorbestellen kann man den Jugendroman „Nebelvermächtnis“ unter anderem beim Bücherparadies Fröndenberg.
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