Gefährlich und laut: Anwohner-Protest gegen Raser auf dem Querweg

dzHohenheide

Die Senke kurz vor Hohenheide verleitet offenbar dazu, zu schnell zu fahren. Eine Gefahr, insbesondere an der Kreuzung Fuchskaute / In der Waldemey. Jetzt formiert sich Protest.

Fröndenberg

, 26.08.2019, 14:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Situation am Querweg liegt den Anwohnern an der Fuchskaute und der Waldemey gegenüber genau das; nämlich quer. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis da etwas passiert“, sagt Bernd Burchert – und verweist auf viel zu hohe Geschwindigkeiten, die offenbar nicht nur seiner Ansicht nach an dieser Stelle gefahren werden.

Mit seinem Aufruf bei Facebook hat er jedenfalls ganz offensichtlich in den Nerv vieler getroffen. Zahlreiche Mitbürger aus Hohenheide meldeten sich, um das Thema gemeinsam anzupacken. Burchert hat eine Art Antrag an die Stadtverwaltung vorbereitet, den jeder unterschreiben kann: Die zuständigen Stellen sollen etwas gegen zu hohe Geschwindigkeiten sowie die daraus resultierenden Gefahren und den Lärm am Querweg unternehmen. „Es gibt durchaus Ortsdurchfahrten mit Tempo 30 oder Engstellen“, nennt Burchert Ideen, die unter den Anwohnern bereits diskutiert werden.

Senke verleitet zur schnellen Geschwindigkeit

Das Problem ist die Senke rund 200 Meter vor dem Ortseingang Hohenheide. Sowohl Richtung Ostbüren als auch ortseinwärts geht‘s bergauf, entsprechend verleitet der Streckenverlauf in beide Richtungen dazu, sich nicht so genau an die erlaubten 50 Stundenkilometer zu halten. „Da hält sich kaum einer dran“, meint Burchert, „die heizen da wie die Irren durch“.

„Wenn die dann auch noch wie die Irren beschleunigen, ist das einfach sehr gefährlich.“
Bernd Burchert

„Vor allem Lastwagen nehmen bergab noch mal richtig Anlauf“, schildert Burchert, dass die Kreuzung Querweg / Fuchskaute / In der Waldemey deshalb „eine echte Gefahrenstelle“ sei. „Wer aus der Waldemey kommt ,sieht den Verkehr aus Ostbüren viel zu spät – wenn die dann auch noch wie die Irren beschleunigen, ist das einfach sehr gefährlich.“

Anwohner richten sich an die Stadt Fröndenberg

Burchert hat die Anlieger für Dienstagabend, 27. August, zu einer Anwohnerversammlung ab 19 Uhr in den Landgasthof Hölzer eingeladen. Er will dort einerseits Unterschriften für sein Schreiben an die Stadt sammeln – und andererseits ganz offen konstruktive Vorschläge für eine Lösung des Problems diskutieren. Die bisherigen Reaktionen auf seinen Vorstoß zeigen ihm jedenfalls, dass Diskussionsbedarf besteht. „Das brennt den Leuten unter den Nägeln“, sagt Burchert.

Das Schreiben ist der erste Vorstoß in dieser Sache in Richtung Behörden. Denen scheint die Stelle zumindest durch Unfälle bislang nicht aufgefallen zu sein; im jüngsten Bericht der Unfallkommission taucht der Querweg nicht auf.

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