Zeugen der Industrialisierung: An diesen Denkmälern sollen Schautafeln angebracht werden

dzFröndenberger Geschichte

Ob Himmelmann oder Union: Die Geschichte alter Firmen könnte in Fröndenberg noch besser zur Geltung kommen. Das findet die SPD-Fraktion – und beantragt Schautafeln.

Fröndenberg

, 06.11.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Während die Fröndenberger Stadtverwaltung noch mitten in der Umsetzung des Touristischen Beschilderungskonzepts steckt, der Werbering weitere Wegweiser fordert, kommen die Sozialdemokraten mit einer neuen Schilder-Idee um die Ecke: Von Schautafeln und Hinweisschildern, die die Geschichte der Industrialisierung in Fröndenberg vor Augen führen, könnten nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische noch etwas lernen.

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„Wer als interessierter Tourist oder Bürger einen Spaziergang durch die Innenstadt unternimmt, der wird feststellen, dass es keine Hinweise gibt, die auf die ehemalige – und für Fröndenberg so wichtige – Industrialisierung aufmerksam machen“, schreibt der stellvertretende SPD-Stadtverbandsvorsitzende und Fraktionsgeschäftsführer Gerd Schürmann im Fraktionsantrag der SPD.

Hinweise im Innenstadtbereich fehlen

Im Kettenschmiedemuseum werde zwar die Bedeutung dieser Industrie sehr gut dargestellt, jedoch fehle im Innenstadtbereich jeglicher Hinweis darüber, wo die Produktionen stattgefunden haben.

Selbst im Himmelmannpark gebe es nur wenige Informationen über die ehemalige Papierfabrik, heißt es weiter in der Antragsbegründung. Dabei sei die Papierfabrik zusammen mit den Unternehmen Union, Prünte und Tüten Schmidt entlang der Wilhelm-Feuerhake-Straße „die Heimat von einigen Tausend Arbeitnehmern“ in Fröndenberg gewesen.

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„Außerdem fehlen an sämtlichen historischen Gebäuden ausreichende Erklärungen über die Geschichte eben dieser Bauwerke“, bemängelt die SPD. Dazu zählen sie Stiftskirche, Marienkirche, Bernsteinhaus, Böselagerhaus, Stiftsgebäude, ehemalige Villa Himmelmann, Villa Lesemann, Rathaus und ehemaliges Postgebäude.

Stadtverwaltung und Heimatverein sollen Schautafeln umsetzen

Aus den genannten Gründen soll die Stadtverwaltung zusammen mit dem Heimatverein Fröndenberg Schautafeln und Hinweisschilder anfertigen. Vorbildlich mache das die Stadt Letmathe.

Die Schautafeln zu Zeugen der Industrialisierung könnten an folgenden Orten angebracht werden:

  • Grundstück ehemaliges Haus Eichengrün
  • Ales Polizeigebäude (Grundstück zwischen Rathaus I und II)
  • Tüten Schmidt (Grundstück neben dem Polizeigebäude)
  • Himmelmann (Eingang Himmelmannpark)
  • Stellwerk (Grundstück am Bahnübergang)
  • Hotel Wildschütz (Parkplatz Haus Hubertia)
  • Union und Prünte (im Bereich der Parkplätze Wilhelm-Feuerhake-Straße)
  • Prünte (Kreuzung Union- und Von-Tirpiz-Straße)

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