Amtszeitverlängerung mit ruhiger Hand und gutem Auge

dzAdler-Kinder feiern Fest

Zäh war der Vogel, wie es bei den Adlern Hohenheide sicherlich zu erwarten war. Doch auch der größte Widerstand wird einmal gebrochen. Und dann gab es beim Jubeln ein Déjà-vu.

von Peter Benedickt

Hohenheide

, 03.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen – ein Sprichwort, welches bei den Schützen der Adler Hohenheide am Samstag mit Leben gefüllt wurde. Denn beim Kinderschützenfest regierte der Nachwuchs. Seit eh und je wurde diese Veranstaltung in das Jahresfest der „Großen“ eingeplant. „Aber da ging dieser Event total unter, deshalb haben wir vor sieben Jahren beschlossen, dass ein eigener Tag her musste „, beschreibt Oberst Ingo Rellmann die Situation. „Wir sind zufrieden, wie unser Angebot seit damals angenommen wird.“

Doch nicht nur die Kinder sollten einen gemütlichen Nachmittag erleben, die ganze Familie war eingeladen, viel Spaß und Freude bei tollem Sonnenschein gemeinsam mit Schützen-Vorstand, dem Königspaar Willi Demmer und Elisabeth Kauke, Hofstaat, Spielmannszug sowie zahlreichen weiteren Helfern zu verbringen.

„Um beste Laune zu garantieren, sind die alkoholfreien Getränke sogar kostenfrei“, erklärt Major Martin Golla einen besonderen Stimmungsaufheller. „Den Rest gibt es für nur eine Wertmarke. Der Verein übernimmt diese Kosten, weil wir zeigen wollen, welchen großen Stellenwert die Kinder bei uns haben.“

Im Vorjahr wurde noch mit der Armbrust geschossen

Im Mittelpunkt stand die Ermittlung der neuen Majestät. 2018 wurde noch mit der Armbrust geschossen, diesmal kam ein Bogen zum Einsatz. Ein völlig neues Gefühl für die Protagonisten, denn „Pfeil anlegen“, „Sehne spannen“, „Zielen“, „Loslassen“ ist doch etwas anders als . „Anlegen“, „Kimme“, „Korn“, „Abdrücken“. Dabei zeigte sich, dass der Aar aus Gips, geschaffen von Thorsten Kemper, nicht gewillt war, sich eilig seinem Schicksal zu ergeben. Schnell waren 100 Pfeile verschossen, eine weitere Stunde verging, die Reste hingen weiterhin an der Wand. Inzwischen kristallisierten sich vier hartnäckige Anwärter heraus. Darunter die Titelverteidigerin, die amtierende Königin Melissa Arnold. Sie sicherte sich den linken Flügel. Ihr Bruder Cedric, bisher Prinzgemahl, zeigte sich in blendender Form, holte sich neben dem rechten Flügel noch Apfel und Zepter. Vater Martin Arnold, Kassierer der Adler, strahlte bei diesen Erfolgen seiner Familie mit der Sonne um die Wette.

Amtszeitverlängerung mit ruhiger Hand und gutem Auge

Titelverteidigerin Melissa Arnold zeigte sich hoch konzentriert: Auf die richtige Haltung achtete Experte Michael Weiler. © Picasa

Nach 300 Schuss spielte erst einmal zum Durchatmen der Spielmannszug. Fachmann und Bogenschützen-Experte Michael Weiler, der das Schießen überwachte und zudem mit einigen Helfer die Sicherheit im Auge hatte, rief zum Endspurt. Und dann war es soweit. Mit dem 323. Schuss fiel der Vogel von der Wand, ein neuer Regent war ermittelt. Wobei - es war kein neuer Regent - Melissa Arnold hatte einfach nur ihre Amtszeit verlängert: Auch 2019/20 regiert die Grundschul-Schülerin. Erste Wetten laufen bereits, ob die Königin im nächsten Jahr den Hattrick schafft. Unterstützung bekommen die Schützen bereits seit vielen Jahren bei der Programmgestaltung durch die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr. Unter anderem gab es riesigen Spaß mit der Wasserspritze, ein Brandhaus lieferte das Ziel.

Die erwachsenen Majestäten haben das Programm auf die Beine gestellt

Das Majestätenpaar der Erwachsenen, Willi und Elisabeth, hatten gemeinsam mit ihrem Hofstaat, ein zusätzliches abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, was begeistert angenommen wurde. Acht Stationen sollten absolviert werden, von Dosenwerfen bis Slalomfahren reichte das Angebot. Bei jedem Erfolg gab es eine Belohnung, wer acht Stempel hatte, kam in die Tombola.

Zum Ausklang des Festes mussten die „richtigen“ Schützen traditionell noch einmal „ran“. Exerzieren war angesagt, Kleiderkontrolle und ein Marsch über den Sportplatz zeigten dem Vorstand, ob die Leute fit waren für das Jahresfest auf der Hohenheide. Übereinstimmende Meinung: Sie sind fit.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Wanderung

„Zu neuen Ufern und alten Höfen“: Politiker-Wanderung „mündet“ am Hof Sümmermann

Hellweger Anzeiger Infrastruktur

Straßenlaternen leuchten am helllichten Tag: Eine Mission der Stadtwerke Fröndenberg

Hellweger Anzeiger Verzögerung

Baustelle an der Hauptstraße in Langschede: Fahrbahn-Sanierung neigt sich dem Ende zu

Hellweger Anzeiger Umzug am Samstag

Ex-Pfarrer Wohlgemuth nimmt mit persönlichen Worten Abschied von Fröndenberg

Meistgelesen