Unliebsame Überraschung für Eltern der Lernanfänger: Die Stadt verteilt am Einschulungstag Knöllchen an der Sonnenbergschule. Das Ordnungsamt nennt einen wichtigen Grund für die Kontrolle.

Fröndenberg

, 30.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Eva-Maria Babusch beobachtet am Donnerstagmorgen, wie viele Eltern ihre Autos entlang der Sonnenbergstraße abstellen. Der Parkstreifen vor der Grundschule ist am Einschulungstag längst mit Fahrzeugen der Lehrer belegt. Wenig später erscheint eine Mitarbeiterin des städtischen Ordnungsamtes und schreibt die Falschparker auf. Für die Anwohnerin der Sonnenbergschule unverständlich, weil ihrer Ansicht nach auch breite Fahrzeuge wie Krankenwagen noch durch die Straße fahren könnten. Bürgersteig und Straße lägen praktisch auf einer Ebene, weil es keine Bordsteinkante gibt. „Hier ist in 65 Jahren auch noch kein Unfall passiert“, sagt Eva-Maria Babusch.

Eine Mindestbreite der Fahrbahn muss beim Parken auf der Straße stets eingehalten werden

Für Christoph Börger, den Leiter des Fröndenberger Ordnungsamtes, ist das Vorgehen der Stadt dagegen geboten. Selbst wenn die baulichen Gegebenheiten den befahrbaren Raum praktisch erweitern, dürfe aus rechtlichen Gründen dennoch nicht auf Bürgersteigen geparkt werden. Und beim Parken auf der Straße müssten stets Mindestbreiten freigehalten werden. Die Kontrollen an der Sonnenbergschule am Einschulungstag seien auch kein Zufall. Diese Tage seien prädestiniert dafür, dass Fahrzeuge falsch abgestellt würden und dadurch Gefahren entstünden.

Rettungsdienste und Feuerwehr müssen zu den Schulen durchkommen können

„Wir müssen dafür sorgen, dass Rettungsdienste und Feuerwehr zu den Schulen durchkommen“, betont Christoph Börger. Daher kontrolliere das Ordnungsamt grundsätzlich an allen Schultagen, wenn mit besonders viel Verkehr zu rechnen ist. Und möglicherweise auch Veranstaltungen in den Aulen stattfinden. Am Schulzentrum habe es durch Falschparker das Problem gegeben, dass der Schulbus festsaß. Daher sei auch dort verstärkt das Parken in den Blick genommen worden. Tätig werde man auch bei Hinweisen von Anwohnern, die Falschparker in ihrem Wohngebiet melden. Das Verteilen von Strafmandaten diene auch der Aufklärung der Autofahrer über die möglichen Gefahren durch das falsche Parken.

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