„Alternativer Wissenskongress“ im Stiftskeller: Gegendemonstranten zogen durch Innenstadt

dzGroßes Polizeiaufgebot

Zwei Gruppen haben sich zur Gegendemo auf den Weg nach Fröndenberg gemacht. Im Stiftskeller fand ein „Alternativer Wissenskongress“ statt. Die Polizei war mit Verstärkung vor Ort.

Fröndenberg

, 11.11.2018, 12:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Demonstrationen verliefen zwar friedlich, doch die Polizei war auf alles gefasst. Zahlreiche Einsatzkräfte sicherten am Sonntag die Innenstadt. Der Grund für die Aufregung war der „Alternative Kongress“, der im Stiftskeller abgehalten wurde. Der AfD-nahe „Verein zur Förderung des politischen Dialogs“ hat dazu aufgerufen. Dass der Veranstaltungsort Fröndenberg sein würde, erfuhr selbst der Bürgermeister erst am Sonntagmorgen. Die Polizei habe es Samstagabend erfahren, sagt Pressesprecherin Ute Hellmann.

„Alternativer Wissenskongress“ im Stiftskeller: Gegendemonstranten zogen durch Innenstadt

Das Motto der Partei „Die Partei“ ist „Mahnwache gegen Wahnmache“. © Pott

Am Markt haben sich zwei linke Gruppierungen eingefunden, um gegen die AfD-nahe Veranstaltung zu demonstrieren. Vertreter von „Die Partei“ riefen zur „Mahnwache gegen Wahnmache“ auf und die Gruppe „Antifa United“, die kurzfristig ihre Gegendemonstration bei der Polizei anmeldete, zog mittags mit Bannern durch die Stadt. Am Nachmittag waren die Demonstrationen beendet. Es gab keine Zwischenfälle.

„Alternativer Wissenskongress“ im Stiftskeller: Gegendemonstranten zogen durch Innenstadt

Vor dem Stiftskeller sah es friedlich aus. Die Gegendemonstranten wollten auf friedliche Weise zeigen, was sie von dem „Kongress“ halten. © Pott

Bürgermeister Friedrich- Wilhelm Rebbe nannte es ein „Risiko für die Stadt“. Auch wenn er die Ansichten der Gegendemonstranten nachvollziehen könne, bestehe immer die Gefahr, dass es zu Gewalttaten kommt. Solche Treffen würden unter anderem Namen angemeldet und erst kurz vorher werde bekannt, um was es sich wirklich handle. So war es auch in diesem Fall. Karl Riepl, Besitzer des Stiftskellers, hat mit einer gewöhnlichen Vereinsversammlung gerechnet und zeigte sich dementsprechend überrascht, als klar wurde, was wirklich geplant ist.

Entstanden ist der „Verein zur Förderung des politischen Dialogs“ vor rund vier Jahren. Damals hatten eigentlich die fünf Bezirksverbände der nordrhein-westfälischen AfD ihren ersten „Wissenskongress“ aufziehen wollen. Doch in der Partei wurde Kritik laut. Die AfD-Bezirke verschwanden als Veranstalter. Stattdessen übernahm der neue Verein die Vorbereitung. Zwar führten dort nach wie vor jene Funktionäre Regie, die schon vorher im Namen der Partei „Alternatives Wissen“ produzieren wollten. Aber fortan war das Quartett mit Ingo Schumacher und Udo Hemmelgarn, den damaligen Chefs der Bezirksverbände Köln und Ostwestfalen, sowie Nic Vogel und Sebastian Schulze, den stellvertretenden Sprechern der AfD-Bezirke Düsseldorf und Südwestfalen, quasi ohne Parteilogo unterwegs. (Quelle: bnr.de)
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