Als in der Karl-Wildschütz-Straße viel Verkehr war

dzHeimatverein Fröndenberg

Der Heimatverein Fröndenberg bringt pünktlich zum Christkindelmarkt sein Jahresheft 2019 heraus. Eine Geschichte in dem Band erzählt vom wirklich regen Verkehrstreiben in der Karl-Wildschütz-Straße.

Fröndenberg

, 10.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist das vierte Jahresheft, das der Heimatverein Fröndenberg aufgelegt hat: Der Rückblick auf das Jahr 2019 wird durch eine informative Geschichte über die Karl-Wildschütz-Straße vervollständigt.

Das Jahresheft ist tatsächlich unheimlich lesenswert. Hermann Hussmann widmet sich zum Beispiel Fröndenberger Spitznamen, Willi Schnieder hat die Geschichte des Fröndenberger Widerstandskämpfers Wilhelm zur Nieden aufgeschrieben, der noch im Frühjahr 1945 von den Nazis ermordet worden ist.

Anekdoten über Bewohner der Karl-Wildschütz-Straße

Beide Themen zeigen schon, wie vielfältig der Band geworden ist. Berthold Degenhardt nennt ebenfalls unzählige Namen: Die vormalige Karlstraße, heute als Karl-Wildschütz-Straße mit amtlichen Namen, beherbergte eine ganze Reihe von Geschäften, Handwerksbetrieben, Apotheken und Arztpraxen.

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Degenhardt, der selbst in der Straße groß geworden ist, nennt sie alle und verrät Anekdoten über die Bewohner.

Stadtarchivar Jochen von Nathusius widmet sich den Biografien der katholischen Geistlichkeit in der Stadt sowie der Historie der Kartonagenfabrik Casack im Jägertal.

Als in der Karl-Wildschütz-Straße viel Verkehr war

Das Jahrbuch 2020 des Kreises Unna enthält auch wieder Beiträge aus Fröndenberg. © Marcus Land

Info

Verkauf auf dem Christkindelmarkt

  • Das Jahresheft 2019 des Heimatvereins Fröndenberg erhalten die Mitglieder kostenlos auf dem Christkindelmarkt oder später per Post.
  • Interessierte können das Heft für 4 Euro am Stand des Heimatvereins erwerben.
  • Das Jahrbuch 2020 des Kreises Unna – 206 Seiten kosten 9,80 Euro – ist ebenfalls dort erhältlich; oder ab dem 16. Dezember im Stadtarchiv.

Für Heiterkeit dürften die Berichte über Eheanbahnungen in vergangenen Tagen sowie über den Fröndenberger Sägefisch „Napoleon“ sorgen.

Heimatfreunde dürften sich zudem über die Fröndenberger Beiträge im Jahrbuch 2020 des Kreises Unna freuen.

Zu dem Hauptthema „Wasser – Gefahr- und Lebensquelle“ haben drei Autoren aus der Ruhrstadt insgesamt sechs Artikel beigesteuert.

Frömerns Ortsheimatpfleger Alfred Leider blickt zurück auf die Versorgung Frömerns mit Trinkwasser in früherer Zeit sowie auf die Geschichte des Gerichtsbezirks Frömern.

Bei einem Prozess im Jahr 1653 gegen einen vermeintlichen Hexer spielte die Wasserprobe eine Rolle; wie das Urteil lautete, wird hier noch nicht verraten.

Der dramatische Verlauf der Möhnekatastrophe

Gerd Höneise, Ortsheimatpfleger in Ostbüren, erläutert die geologische Besonderheit sogenannter Schledden am Haarstrang und der Soester Börde: es handelt sich um Bäche, die weder ständig Wasser führen noch stets an der Oberfläche fließen.

Ein Volksfest feierte Ostbüren im Oktober 1955, als der letzte Kriegsgefangenen aus Russland zurückkehrte. Auch hiervon erzählt Gerd Höneise.

Stadtarchivar Jochen von Nathusius ruft den dramatischen Verlauf der Möhnekatastrophe 1943 in Erinnerung und beleuchtet die Entstehung des ersten Fröndenberger Wasserwerks 1897.

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