Albino-Nutria auf der Kiebitzwiese könnte Vorfahren in einer Pelzfarm haben

dzNatur in Fröndenberg

Ein Nutria mit fast weißem Fell fällt vielen Besuchern am Rande der Fröndenberger Kiebitzwiese auf. Dass es sich um ein Albino handelt, ist eine Erklärung. Ein Experte vermutet eine Pelzfarm-Vergangenheit.

Fröndenberg

, 08.08.2020, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Weiße Wildtiere fallen in der Natur sofort auf. Auch ein Nutria auf der Kiebitzwiese zieht seit einiger Zeit Blicke auf sich: Die Biberratte sieht wie ein Albino aus. Allerdings, das weiß Falko Prünte, kann es auch einen Zusammenhang mit der Pelztierzucht geben.

Der Fröndenberger Klaus Böning hat einige Fotos von dem auffälligen Tier machen können und sieht den Nager als Überlebenskünstler. „Durch ihr weißes Fell sind Albinos leichte Beute für Fressfeinde. Deshalb sterben viele in den ersten Monaten ihres Lebens“, weiß der Ortsheimatpfleger von Ardey.

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Böning, der sich mit seinen Aufnahmen in unserer Redaktion meldete, outet sich als Fan des vermeintlichen Albinos: „Zum Glück ist das 46 Hektar große Naturschutzgebiet vernässt und für Fressfeinde nicht so leicht zu erreichen.“

Tatsächlich ist die Annahme, dass ein Gendefekt bei dem Tier zu dem hellen Fell geführt hat, nahe liegend, bestätigt Falko Prünte. Der Wissenschaftliche Mitarbeiter der Biologischen Station Kreis Unna/Dortmund hält aber gerade bei Nutrias noch eine andere Ursache für die seltene Fellfärbung für gut möglich.

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Das ursprünglich nur in Südamerika heimische Nutria ist nach Mitteleuropa eingeschleppt worden und hierzulande auf Pelztierfarmen gezüchtet worden. Bei der Zucht sind Tiere gezielt gekreuzt worden, damit auf dem Pelzmarkt beliebte Fellfarben entstehen konnten.

Viele Tiere sind aber entweder von Tierschützern befreit oder nach Aufgabe von Zuchtfarmen ausgesetzt worden. Daher, so Falko Prünte, sei es nicht unwahrscheinlich, dass der Fröndenberger Albino Nachkomme eines früheren Zuchttiers ist.

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