Am Freitagabend (15. Oktober) rückte die Feuerwehr zum JVK Fröndenberg aus. © Michael Neumann
Feuerwehr in Fröndenberg

Alarm und Blaulicht: Feuerwehr rückt zum Justizvollzugskrankenhaus aus

Kurz nach 18 Uhr ging der Notruf bei der Rettungsleitstelle ein. Sofort machten sich Einheiten der Fröndenberger Feuerwehr auf den Weg in Richtung Hirschberg. Der Grund war speziell.

Im Heizwerk des Justizvollzugskrankenhauses Fröndenberg ist am Freitagabend (15. Oktober) ein Brand ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete eine Wartungsfirma noch vor Ort an Reparaturen. Hierbei gab es auch Verletzte, so stürzte ein Mitarbeiter im völlig verqualmten Treppenhaus des Heizwerkes dieses hinunter.

Der Einsatz klingt dramatisch, war aber nur eine Probe für den Ernstfall. Es handelte sich um eine Übung von verschiedenen Einheiten der Feuerwehr Fröndenberg, die in Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften des JVK durchgeführt wurde.

Schwerbewaffnete Sicherungskräfte

Die Rettungskräfte waren schnell am Einsatzort. Da in einem möglichen Alarmfall schnell gehandelt werden muss, war die Schleuse auf Durchfahrt gestellt. Dies war aber nur möglich, weil zwei schwerbewaffnete Sicherungskräfte das Szenario gegen einen möglichen Ausbruchsversuch schützten.

Im Innenhof des Justizgeländes erfuhren die Rettungskräfte die genaue Einsatzortlage. Dank der professionellen Zusammenarbeit von Justizbediensteten und Rettungskräften konnte sehr schnell der Einsatzort angefahren werden. Nach jedem Durchfahren eines Abschnitts wurde dieser wieder durch geschlossene Tore gesichert.

Für den Übrungseinsatz wurden die Schleusen geöffnet.
Für den Übrungseinsatz wurden die Schleusen geöffnet. © Michael Neumann © Michael Neumann

Sofort begann die Menschenrettung von drei vermissten Personen, die zum Glück schnell gefunden wurden. Nach Abtransport ins Freie und Übergabe an die Rettungskrankenwagen, begannen die Löscharbeiten. Diese erwiesen sich dank der sehr schlechten Sicht im Kellergelände des Heizwerkes als nicht einfach.

Auch wenn manche Feuerwehreinheit, wie jetzt die Hohenheider, noch keine Ortskenntnis hatten, gelang es ziemlich zügig, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, und kurz danach erfolgte die erlösende Mitteilung „Brand gelöscht“.

Die Feuerwehr simulierte auch den Fall, wenn es Verletzte gibt.
Die Feuerwehr simulierte auch den Fall, wenn es Verletzte gibt. © Michael Neumann © Michael Neumann

Insgesamt waren rund 50 Kräfte am Einsatz beteiligt. „Es war eine rundum gelungene Übung mit einer sehr guten Zusammenarbeit“, zeigte sich Björn Hengst, Pressesprecher und Leiter Sicherheit und Ordnung am JVK zufrieden. Beide Seiten werden intern die Übung nachträglich auswerten und sich später in einem Gespräch austauschen.

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