ADFC Fröndenberg wird zum Kümmerer für die Fahrrad-Servicestation

dzRadfahren

Monatelang war die Servicestation für Fahrräder vor der Touristinfo kaputt – sehr zum Ärger des ADFC Fröndenberg. Der übernimmt nun kurzerhand eine Patenschaft für die Station.

Fröndenberg

, 10.09.2019, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eckhard Overbeck und Klaus Hüning machten aus ihren Herzen keine Mördergrube. Dass die Fahrrad-Servicestation vor der Fröndenberger Touristinfo auch mehrere Monate nach einem Vandalismus-Schaden nicht repariert war, ärgerte die beiden Sprecher des ADFC Fröndenberg.

Überraschende Abbaupläne

Am Dienstag, vor dem Beginn zweier Radtouren, übergab der ADFC nun eine neue Pumpe und ein neues Reparaturset an Hubert Sallamon vom Stadtmarketing. Dieser überraschte die beiden ADFC-Sprecher mit der Ankündigung, die Stadt Fröndenberg wolle die Servicestation über den Winter abbauen und dann von Grund auf neu errichten. „Das ist keine Mal-eben-Sache“, erklärte Sallamon.

Der ADFC, der sich an vielen Stellen für die Belange von Radfahrern in der Ruhrstadt einsetzt, hielt das für unglücklich. Fröndenberg sei eine Radfahrer-Stadt – nicht nur, aber auch wegen des Ruhrtal-Radwegs. Sallamon, Overbeck und Hüning brauchten nur wenige Momente, um eine ebenso naheliegende wie praktikable Lösung zu finden: Der ADFC übernimmt kurzerhand eine Patenschaft für die Station.

Stadt finanziert Ersatz

„Die Stadt wird weiter für die Dinge aufkommen, die neu beschafft werden müssen“, versprach Sallamon. Der ADFC wird aber nun zum Kümmerer. Sprich: Stellt eines der Mitglieder fest, dass Vandalen oder Diebe am Werke waren, informiert es den Vorstand, der Ersatz beschafft oder das Material besorgt, das noch in der Tourist-Info lagert. Das Ziel ist vor allem, dass die Service-Station zuverlässig nutzbar ist.

Zuletzt hatte Sallamon darauf verwiesen, dass Werkzeuge auch in der Tourist-Info ausgeliehen werden können. Deren Öffnungszeiten schränken den Handlungsspielraum aber ziemlich ein – insbesondere an den Wochenenden.

Soziale Kontrolle nicht ausreichend

Sallamon erklärte, die Stadt habe darauf gesetzt, dass mit dem Standort an der Tourist-Info für ausreichend soziale Kontrolle gesorgt sei. „Leider hat sich gezeigt, dass das nicht so ist“, sagte Sallamon. Vandalismus sei nicht zu verhindern. Die Diskussion über das Anbringen einer Kamera und das Erstellen von Aufnahmen wolle „mit Blick auf geltende Datenschutzrichtlinien niemand führen“.

Für den ADFC ist die Patenschaftslösung ein guter Weg. Der Verein will auch bei anderen Themen hartnäckig bleiben – etwa bei der Verbesserung der Beschilderung des Ruhrtal-Radwegs oder dem Aufbringen von roten Markierungen für Radfahrer auf Straßen.

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