Abschluss-Matinee: Auch ohne Programm viele neugierige Besucher im Fröndenberger Museum

dzKettenschmiede

Zum Abschluss einer Saison lädt das Team der Fröndenberger Kettenschmiede traditionell zur Abschluss-Matinee ein. Ein großes Programm braucht das urige Museum gar nicht.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 27.10.2019, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ruhig rund um den Backsteinbau im Himmelmannpark, ruhiger als in den Jahren zuvor am letzten Sonntag im Oktober. Denn an diesem Termin holt die Schraubertruppe des Museums tief Luft, beendet die Saison und beginnt die Maschinen winterfest zu machen. Dann gab es in der Vergangenheit noch mal ein volles Haus. 2019 war aber nun alles eine Nummer kleiner. „Sonderführungen werden weiter durchgeführt“, macht Pressesprecher Norbert Muczka eine Einschränkung. Und: „Zudem können sich Verliebte natürlich auf die Trauung vor dem Schmiedefeuer freuen.“ Immerhin neun Hochzeiten sind für 2019 noch angemeldet. „Zwischen den Jahren haben wir aber Ruhe, dass Rathaus hat geschlossen“, freute sich das Urgestein schon auf Weihnachten.

Es war ein Kommen und Gehen

Wer denkt, dass die Mannschaft nun in geschlossener Gesellschaft den Abschluss feierte, sah sich allerdings getäuscht. Es war ein stetes Kommen und Gehen, immer wieder schauten sich neugierige Besucher interessiert um. „Wir haben es aus der Presse erfahren“, war zu hören. So kamen Gäste aus Schwerte, dem Münsterland oder Hemer. Oft waren es Paare oder Familien, die die letzte Gelegenheit des Jahres nutzten.

Die größte Gruppe hatte aus Lünen den Weg an die Ruhr gefunden. Gleich mit elf Leuten war der dortige ADFC unter der Leitung von Norbert Lanvermann am Morgen aufgebrochen. „Wir gehören fast zum Stamm“, meinte der Vorsitzende. „Heute sind wir zum sechsten Mal hier, immer zum Jahresabschluss.“ Begründung: „Vorher haben wir gar nicht die Kondition, um den Hellweg zu überqueren.“ Ein Blick auf die Räder zeigte, dass er den Satz scherzhaft meinte: Acht Teilnehmer waren auf E-Bikes unterwegs.

Ein Film in Zeitlupe

Auch ohne Programm musste kein Gast seinen Besuch bereuen. Denn neben den obligatorischen Führungen liefen Infofilme und es gab kostenlose Stärkung. Mett- und Fleischwurst warteten neben Kuchen und Kaffee sowie kühlen Getränken .

Auch für den Geruch von Koks und Eisen in der Luft gab es eine Erklärung. Pünktlich zur Öffnung um 10 Uhr traf ein spezieller Gast ein: für Jens Höllein warfen die Schmiede Dagobert Köster und Dieter Spyra sogar das Feuer an. Der Dortmunder dreht Filme, in Zeitlupe. Norbert Muczka: „Das ist schon etwas Besonderes, wenn die Funken quasi erhaben durch die Luft schweben. Aus dieser Perspektive haben wir das Schmieden noch nie gesehen.“

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