Ein 82-jähriger Mann missachtete in Menden eine rote Ampel und stand deshalb nun vor Gericht. © picture alliance/dpa
Gerichtsprozess

82-Jähriger missachtet Vorfahrt und überfährt rote Ampel

Nach einer Kurzschlusshandlung im Straßenverkehr musste sich ein 82-Jähriger nun vor dem Amtsgericht Menden verantworten. Letztlich kam er glimpflich davon.

Ein 82 Jahre alter Mann wollte am 17. Dezember vergangenen Jahres am Bräukerweg in Menden von der Aral-Tankstelle auf die L 680 in Richtung Menden abbiegen. Dabei nahm er einem anderen Fahrer, der Richtung Iserlohn unterwegs war, die Vorfahrt.

Um eine Kollision zu verhindern, wich der andere Fahrer auf die Gegenfahrbahn aus und donnerte mit einem Reifen gegen den Bordstein. Dabei entstand ein Schaden von 276,93 Euro. Der Rentner hielt nicht etwa an, sondern fuhr mit quietschenden Reifen davon und missachtete dabei eine auf rot gestellte Ampel.

Nun fand sich der Senior auf der Anklagebank des Amtsgerichts Menden wieder. Hier überließ er seinem Verteidiger das Wort. Der ging sofort in die Vollen und regte an, das Verfahren gegen den betagten Mann einzustellen. Schließlich sei der entstandene Schaden ja nicht so hoch.

Rentner muss 500 Euro an die Lebenshilfe zahlen

Und: Eine Aufklärung zum Thema der Bemerkbarkeit erfordere ein umfangreiches Verfahren, das den Beteiligten unter den vorliegenden Umständen erspart werden sollte. Sowohl die Vertreterin der Staatsanwaltschaft als auch der Richter waren derselben Ansicht.

Und so endete das Verfahren gegen den 82-Jährigen am Ende mit einer vorläufigen Einstellung. Zahlt der Mann 500 Euro an die Lebenshilfe, wird seine Akte endgültig geschlossen. Für den Rentner sicherlich eine Erleichterung, war ihm doch deutlich anzumerken, dass ihm der Prozess zu schaffen machte. Zusammengekauert saß er die ganze Zeit auf seinem Stuhl, traute sich kaum, sich umzusehen.

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