„Bombig, spitze, superklasse.“ So schwärmt Stadtmarketing-Beauftragter Hubert Sallamon vom Bauernmarkt, der mit bestem Bummelwetter und knapp 7000 Gästen neuen Besucherrekord schreibt.

Fröndenberg

, 07.10.2018, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon auf dem Marktplatz kommen an diesem Sonntag Besucherströme aus dem Himmelmannpark geschlendert – in den Händen Blumengestecke, Waffeln oder andere Leckereien. Im Forum selbst ist kaum ein freies Fleckchen zu finden. „Seit die Sonne um 11 Uhr herausgekommen ist, geht das hier in einer Tour. Wir sind nicht einmal zum Essen gekommen“, sagt Erika George, die mit ihrem dreiköpfigen Team das Kulturcafé in der Kulturschmiede stemmt. 700 Waffeln sind bis 15.30 Uhr über ihren Tresen gegangen, dann ist alles ausverkauft.

Ausverkauf schon am frühen Nachmittag

Dabei hatten die Wetterfrösche eigentlich gar keine schönen Aussichten prophezeit. Doch als Pfarrer Jörg Rudolph den Gottesdienst am Sonntagmorgen beendet, bricht die Sonne durch und bleibt. Ebenso wie die Besucher. An der Kuchentheke der Kita Oase bilden sich bis in den späten Nachmittag hinein lange Schlangen. Und sowohl Förderverein Kulturzentrum als auch der Bürgerschützenverein Fröndenberg melden schon vor 16 Uhr den Ausverkauf. 800 Würstchen und Frikadellen hat der Förderverein gegrillt und muss am Ende noch ein paar Mettwürstchen organisieren, um den Hunger der Bummler zu stillen. „Es läuft super“, sagt Susanne Bahr vom BSV, während sie den leeren Rosmarin-Kartoffel-Bräter ausschaltet. Gegenüber hat Holzofenbrot-Bäcker Hubert Deitmerg seinen Verkaufswagen schon verrammelt. 300 Brote hat er an diesem Tag verkauft und ist froh, dass er trotz der schlechten Wetterprognosen so viel gebacken hat.

Andrang bei Modenschau der Kleiderkammer

Über regen Besucherandrang kann sich auch das Kleiderkammer-Team um Rosemarie vom Orde freuen. Bei der von Jochen Preising moderierten Modenschau sammeln sich die Besucherscharen im Kreis um den roten Teppich. Dort zeigen heimische Laienmodels die Höhepunkte der Kleiderkammer-Kollektion. Darunter übrigens auch die ehemalige Leiterin der Awo-Kita Bärbel Beckmann und Monika Kostorz, die als SPD-Ratsfrau das Rot nicht nur im Parteibuch und in den Haarsträhnen trägt, sondern auch einen roten Hosenanzug präsentiert. Steht ihr super. Und so ist es kein Wunder, dass die Spendenkasse der Kleiderkammer rege klingelt, weil die Besucher die gebrauchten Kleider gegen eine Spende erwerben.

18. Bauernmarkt schlägt alle Rekorde

Die Gänse des Rassegeflügelzuchtvereins Fröndenberg und Umgebung waren besonders für die jüngeren Besucher wieder ein Hingucker. © Udo Hennes

Die Händler an den Ständen sind ebenfalls zufrieden. „Wir kommen beim nächsten Markt auf jeden Fall wieder“, sagt Nicole Klöppert von der Kräuterbrise. Sie ist zum zweiten Mal beim Bauernmarkt, war einmal auch schon beim Frühlingsmarkt dabei. „Die Leute sind angenehm, das Wetter spielt mit, der Verkauf läuft, was will man mehr?“, sagt sie.

18. Bauernmarkt schlägt alle Rekorde

Der Nachwuchs vergnügte sich auf der Rollenrutsche, während die Eltern bummelten. © Udo Hennes

In der Kulturschmiede hat der Heimatverein zum ersten Mal beim Bauernmarkt den Bücherbasar in Eigenregie aufgebaut und freut sich ebenfalls über viele Kunden. Von den 6000 ausgestellten Büchern sind am Nachmittag 2000 verkauft. Für einen Euro für den guten Zweck. „Aber viele legen noch eine Spende obendrauf“, weiß Jochen von Nathusius.

Am Rande des Bauernmarktes mehren sich Stimmen, dass Eines den Besuchern fehlt: ein begleitendes Angebot in der Innenstadt. Doch den verkaufsoffenen Sonntag des Werberings gibt es nur zum Frühlingsmarkt. „Ein Angebot in der Innenstadt wäre Aufgabe der Gewerbetreibenden“, sagt Hubert Sallomon, der den Bauernmarkt für die Stadt Fröndenberg seit 18 Jahren organisiert. Der Bauernmarkt funktioniere – wie man sehe – auch ohne Verkaufssonntag. Eine starke Händlerschaft, die einen weiteren Verkaufssonntag stemmen könnte, gibt es zurzeit nicht. Vielmehr steht die Zukunft des Werberings in den Sternen, seit dessen Vorsitzender Wolfgang Hüttner seinen Rückzug angekündigt hat und kein Nachfolger in Sicht ist. Am 18. Oktober werden die Händler einen neuen Chef wählen, so sich denn ein Kandidat findet. Für einen neuen Vorsitzenden wäre es sicherlich eine Aufgabe, den so erfolgreichen Bauernmarkt auch für die Händlerschaft der Innenstadt als Potenzial zu heben. Schließlich funktioniert das beim Frühlingsmarkt bereits sehr gut.
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